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Das älteste Hotel der Welt

Seit wann gibt es eigentlich Hotels? – Diese Frage haben wir uns im Hotel König Albert letztens gestellt. Ich habe dann etwas recherchiert und bin auf eine faszinierende, aber auch traurige Geschichte gestoßen:

Das älteste Hotel der Welt gibt es seit 718! Das heißt, das Houshi Ryokan in Japan feiert im nächsten Jahr Jubiläum und besteht dann seit 1.300 Jahren! Ein buddhistischer Mönch baute über einer heißen Quelle einen Tempel und ein daran anschließendes Gästehaus. Er adoptierte einen Jungen, den er Zengoro nannte. Seit dieser Zeit, führen dessen Nachkommen das Houshi Ryokan – stets wird der erstgeborene Sohn der Inhaber – derzeit ist der 46. Zengoro Houshi an der Reihe. Der bereits ältere Herr baute seinen Sohn als Nachfolger auf, doch dieser starb unerwartet mit Mitte 40. Nun soll – nach dem Willen der Eltern – die Tochter heiraten, damit ihr Mann in die Houshi-Familie aufgenommen werden und das Hotel übernehmen kann. In einem Film, den der Visual Journalist Fritz Schumann vor drei Jahren drehte, kann man in die Welt der Houshis, die so ganz anders ist als unsere, eintauchen. Da sieht man die ankommenden Gäste, die als erstes in Hausschuhe schlüpfen… da erzählt der Vater davon, wie er im Hotel aufwuchs und in den Zimmern Verstecken spielte… da ist von arrangierten Ehen die Rede und die Tochter gesteht, dass sich ihre Vorstellungen nicht mit denen ihrer Eltern decken…

Aschenbrödel in Bad Elster und Moritzburg

Für viele gehört er zu Weihnachten wie der geschmückte Baum: der Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ hat Kultstatus. Vom 10. bis 12. Dezember gastieren die Landesbühnen Sachsen mit dem gleichnamigen Musical im König Albert Theater in Bad Elster. Die Inszenierung von Manuel Schöbel wird mit zahlreichen Songs und der originalen Filmmusik von Karel Svoboda auf die Bühne gebracht. Eine schöne Einstimmung auf die Weihnachtszeit!

Der tschechisch-deutsche Märchenfilm wurde übrigens 1973 auf Schloss Moritzburg gedreht. Die beeindruckende Schlossanlage liegt rund 15 Kilometer nördlich von Dresden und sieht so aus, wie man sich ein Märchenschloss vorstellt: dicke trutzige Mauern, runde Türme, gekrönt von roten Dach-Mützen, eine große Teichlandschaft und ein ausgedehnter Schlosspark drumherum – kein Wunder, dass die Filmcrew dort eine ideale Szenerie vorfand. In den Wintermonaten gibt es auf Schloss Moritzburg immer eine Ausstellung zum Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, in diesem Winter hat sie bis 25. Februar 2018 geöffnet. Besucher erfahren dabei Hintergrundgeschichten zum Dreh, entdecken nachgestellte Filmszenen, Originalkostüme und Requisiten. Zudem läuft ein umfangreiches Begleitprogramm mit Filmvorführungen, historischem Tischtheater, Backofentagen in der Schlossküche und abendlichen Rundgängen mit dem Kurator der Ausstellung. Der 3-Haselnüsse-Ball am 17. März 2018, bei dem man sich wie in die Ball-Szene gebeamt fühlt, beendet dann die Aschenbrödel-Saison.
Foto: Schloss Moritzburg im Schnee – Bild: Schlösserland Sachsen, Hilsky (www.schloesserland-sachsen.de)

Gerollt statt gefaltet

Kofferpacken ist so eine Sache – man freut sich auf die Reise, doch zunächst müssen Kleidung, Schuhe, Kosmetikartikel und sämtliche Sachen, auf die man unterwegs nicht verzichten möchte, verpackt werden. Und das möglichst platzsparend, damit auch alles im Koffer verstaut werden kann und nicht noch weitere zusätzliche Gepäckstücke mitgeschleppt werden müssen. Ich löse dieses Dilemma meist damit, dass ich gleich einen größeren Trolley verwende… Beim Blick auf die kleinen kompakten Köfferchen, die andere Reisende locker und entspannt neben sich her rollen, frage ich mich dann jedes Mal, was ich falsch gemacht habe… Jetzt haben mir die Mädels vom Housekeeping einen guten Tipp gegeben: Kleidung nicht zusammengelegt, sondern gerollt in den Koffer packen – das hilft die Tasche optimal zu füllen! Ein weiterer toller Nebeneffekt: so entstehen auch keine unschönen Knitterfalten während des Transports.

Neues vom Moosmann

Vor kurzem habe ich vom Moosmännel berichtet, einer Sagengestalt aus dem Vogtland, die hier sehr gegenwärtig ist. Klaus Schädlich, der sich seit langer Zeit mit dieser Figur beschäftigt und Moosmännchen aus Utensilien, die er im Wald findet, herstellt, hat mir nun Fotos seiner Kreationen geschickt. Auch weiteres Infomaterial zur Sage hat er in die Post gesteckt. Seinen Forschungen nach waren die Waldgeister nicht größer als dreijährige Kinder und lebten im undurchdringlichen Dickicht – hohle Bäume und Felsspalten boten ihnen ein Quartier. „Der Wilde Jäger war ihr schlimmster Feind“, so der Moosmannschnitzer. „Vor ihm schützte nur ein Baumversteck, in das drei Kreuze geschlagen wurden. Darum baten die Moosleutchen die Holzhauer, diese Zeichen in den Baumstock zu schlagen und dankten es ihnen mit Laub, Holzspäne oder Tannenzapfen, die sich später in Gold verwandelten.“ Wer heute durch das Vogtland reist, sieht sicher das eine oder andere von Klaus Schädlich liebevoll geschnitzte Moosmännel in den Fenstern stehen.
Foto: Norman Timpe