Zeitreise in Bad Elster

Wenn ich manchmal durch den Kurpark schlendere, setze ich mich gerne auf eine Bank und schließe die Augen. Und dann dreht sich das Rad der Zeit zurück. Plötzlich knirscht der Kies unter tausenden Schritten, ich höre Lachen von allen Seiten und ganz viele unterschiedliche Sprachen. Die Sonnenschirme der vorüber flanierenden Damen lassen immer wieder Schatten über mein Gesicht tanzen… Musiktöne erreichen mein Ohr… ich bin im Bad Elster um 1900. Damals brachte ein Schnellzug aus Paris ständig neue Gäste in die Stadt. In den Pensionen und Hotels übernachteten Amerikaner ebenso wie Reisende aus Russland. Vier Mal so viele Urlauber wie heute kamen in den Kurort, um die Mineralwasserquellen und die Moorbäder zu nutzen. Hätte man damals schon die Solequelle entdeckt gehabt, hätte die Zahl der Sommerfrischler vermutlich alles Vorstellbare gesprengt.
In diesem Jahr blickt man in der Kultur- und Festspielstadt besonders oft auf die glorreiche Vergangenheit zurück. Gleich zwei Jubiläen gibt es zu feiern: 200 Jahre Gesundheitstradition und 170 Jahre Sächsisches Staatsbad. Der MDR hat deshalb einen interessanten Doku-Film gedreht, der Erstaunliches an den Tag bringt und selbst Bad Elster-Kenner überrascht…

Bild: Archiv Gundram Dunger

Wir feiern den Rhododendron

Meine beiden Rhododendron-Pflanzen haben den Winter gut überstanden und blühen wunderschön. In diesem Jahr sogar beide gleichzeitig 🙂 Gerade rechtzeitig zu ihrer Party! Denn am Wochenende findet das erste Rhododendronfest in Bad Elster statt. Auf einem großen Garten- und Naturmarkt kann man sich über die Pflanzen informieren und natürlich auch einige schöne Exemplare erwerben ( vielleicht bekommen meine beiden Stöcke noch Zuwachs 😉 ). Es wird Sonderführungen durch die historischen Parkanlagen geben und Vorträge der Deutschen Rhododendron-Gesellschaft. Und wie es sich für die Kultur- und Festspielstadt natürlich gehört, jede Menge Musik sowie einen Oldtimer-Korso. Volles Programm also!

Feiertags-Cocktail

Passend zum Ausklang des Feiertags habe ich ein Cocktail-Rezept von unserem Barmann Lakmal bekommen. Der Drink hat den schönen Namen Rose Sisi Abend und benötigt folgende Zutaten:

4 cl Gin
4 cl Cranberrysaft
4 cl Zitronensaft
3 cl Galliano Vanilla
1 cl Grenadinesirup
frischen Ingwer

Den Ingwer im Shakerglas zerstampfen, den Shaker mit Eiswürfeln füllen und die übrigen Zutaten dazugeben, fest verschließen und den Drink kräftig shaken. In ein Cocktailglas abseihen und nach Belieben mit Orangen- oder Limettenschalen verzieren… Lakmal kann aus Zitrusfrüchten wahre Kunstwerke schnitzen 🙂 Zum Wohl!

Foto: Tim Hard

Eis des Jahres

Wir haben die Eis-Saison eingeläutet 🙂 Das erste Eis des Jahres finde ich besonders herrlich. Die ersten Sonnenstrahlen wärmen und schon verspürt man Lust auf ein kühles Eis, das im Mund zart schmilzt und seinen köstlichen Geschmack entfaltet. Passend dazu habe ich gelesen, dass der Dachverband der europäischen Speiseeis-Hersteller in diesem Jahr die Eissorte „Schwarzwälder Kirschtorte“ zum Eis 2018 wählte. Ich kann mir die Kombination aus Schokolade, Kirsche und Sahne sehr gut vorstellen und bin gespannt, ob ich sie in den hiesigen Eisdielen einmal kosten kann.
Die Küche des Hotel König Albert hat vor einiger Zeit ein Eis in den Farben des Hauses kreiert – eierschalenfarben, magenta und purpur mit einem knusprigen goldenen Topping – ein königlicher Genuss!

Ein ganz besonderer Tag

Was ist heute für ein Tag? Ganz einfach, meinen Sie, Dienstag, der 20. März. Ah, ja, kalendarischer Frühlingsanfang? Ja, aber heute ist auch Weltglückstag, der Internationale Kinder- und Jugendtheatertag, der Weltgeschichtentag, der Weltspatzentag, der Mundgesundheitstag, der Tag der Ravioli und der Tag der französischen Sprache… Zieht man weitere Kalender zu Rate, kommt sicher noch das eine oder andere hinzu. Unendlich viele Gedenk- und Aktionstage sind in den letzten Jahren entstanden – manche mit ernstem Hintergrund, um auf etwas aufmerksam zu machen, manche aus Lust und Laune heraus. So gibt es beispielsweise den Öffne-drinnen-einen-Regenschirm-Tag (13. März), den Tag des Schluckaufs (16. März), den Tag des Bleistifts (30. März), den Erdnussbutter- und Marmeladetag (2. April), den Lauf-zur-Arbeit-Tag (6. April), den Keine-Hausarbeit-Tag (7. April), den Anti-Diät-Tag (6. Mai) und selbstverständlich auch den Erfinde-Deinen-eigenen-Feiertag-Tag (26. März) 🙂

Intelligente Glaswand für Ideen unter der Dusche

Fallen Ihnen die besten Ideen auch immer dann ein, wenn Sie gerade unter der Dusche stehen? Ich weiß nicht, warum das so ist. Ob das auf die Haut perlende Wasser die Gedanken anregt? Oder die wiederkehrenden Handgriffe den Kopf frei werden lassen? Damit diese Einfälle nun gleich bewahrt und nicht durch weiteres Abschweifen wieder hinweggespült werden, hat ein Hotel in Kalifornien eine Lösung gefunden. Das Marriott Hotel in Irvine hat in seinen Duschen eine innovative Technik eingebaut. Sobald die Türe der Dusche vom Dampf beschlagen ist, kann man seine Ideen mit dem Finger aufmalen. Bevor alles trocknet und entschwindet, wird das Ganze an die Mailadresse des Gastes geschickt (Film). Eine interessante Idee wie ich finde und vermutlich unter der Dusche entstanden 🙂

Roboter können auch kochen

Haben Sie das Roboter-Skirennen bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang gesehen? Acht Teams von Universitäten und Technikunternehmen waren am Start und ließen ihre Maschinen auf Skiern einen Slalom absolvieren. Auch wenn die Roboter nicht so elegant und schnell den Hang hinunter sausten wie Marcel Hirscher oder Henrik Kristofferson – die Aufmerksamkeit der Medien war ihnen sicher. Dazu passt eine weitere Meldung, die ich gelesen habe: Es gibt einen Küchen-Roboter, der selbstständig kochen kann – und zwar mehr als 2.000 verschiedene Gerichte! Entwickelt wurde er von dem britischen Unternehmen Moley Robotics und soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Das besonders Spannende dabei: der Roboter ahmt detailliert die Bewegungen eines Meisterkochs nach und räumt nach dem Kochen sogar auf! Der Werbespot wirkt zunächst unglaublich, doch wenn man sich ansieht, wie der menschliche Küchenchef der Maschine die Handgriffe „lernt“, kann man den Entwicklungsprozess nachvollziehen.

Kleine Eis-Kunde

Nicht nur in der Küche lerne ich ständig Neues hinzu, sondern auch an unserer Bar 😉 Beispielsweise, dass Eis nicht gleich Eis ist. Für einen guten Drink ist das Eis, mit dem er serviert wird, enorm wichtig. Bei der frostigen Zutat kommt es vor allem darauf an, wie schnell bzw. wie langsam sie zu Eis wurde. Eis ist umso besser, je langsamer es gefroren wurde, denn in der Geschwindigkeit, in der sich das Wasser zu Eis verwandelt hat, taut es auch wieder auf. Das heißt, das Getränk wird schön gekühlt, aber nicht verwässert. In Japan, so erzählte mir unser Barkeeper gestern, schnitzen seine Kollegen aus Blockeis, das wie in der Natur gefroren wurde, Kugeln, die dann im Glas eine halbe Stunde oder länger in ihrer Form bleiben und für mehrere Drinks genutzt werden können. Na, dann: Kanpai!

Foto: Jan Hesse

Die teuersten Lebensmittel der Welt

Gestern habe ich die aktuelle Ausgabe des Falstaff-Magazins im Büro unseres Hoteldirektors gesehen und stutzte beim Titelbild: Fünf goldene Löffel mit kleinen Portionen verschiedener Lebensmittel und Preisschildern, die einem die Knie weichen werden lassen – 6.756,- Euro für den Blauflossen-Thunfisch, 25.000,- Euro für Safran… Herr Cantauw war so nett und hat mir das bekannte Gourmet-Magazin geliehen. So konnte ich die spannende Titelstory über die teuersten Delikatessen der Welt lesen. Und ich muss sagen: unglaublich! Die Tasse Tee, die 1.000,- Euro kostet, weil die Pflanze mit Panda-Mist gedüngt wurde, ist fast schon ein Schnäppchen 🙂
Eines der seltensten und auch teuersten Lebensmittel ist Kaviar vom Albino-Stör. Eine handelsübliche Dose von 100 Gramm kostet stolze 3.300,- Euro. Obst kann ebenfalls ins Geld gehen: In Japan beispielsweise wachsen Honigmelonen, für die auf Auktionen schon mal 12.000,- Euro pro handballgroßes Exemplar geboten werden! Wer sich da zum Trost etwas Schokolade gönnen möchte und zur To’ak-Schoki aus Ecuador greift, legt für die 50-Gramm-Tafel 365,- Euro hin…

Mit Kartoffel-Chips in Berlin

Anfang dieser Woche war mein Kollege Micha in Berlin auf der Grünen Woche – mit einem Auto vollgepackt mit Kartoffel-Chips. Natürlich nicht mit irgendwelchen Chips, sondern mit Chips aus der König-Albert-Kartoffel. Diese werden in unserer Hotelküche zubereitet und schmecken knusprig-gut 🙂 Micha verteilte die Tüten mit dem reschen Inhalt am Ländertag Sachsen, an dem vor allem das Vogtland im Mittelpunkt stand. Passend zu den Chips wurde auf der Messe auch ein Film rund um die König-Albert-Kartoffel gezeigt – Kino-Feeling pur in Berlin also 🙂