Willkommen bei unserem Blog!

Mit Moving Shadows durch die Welt

Die Kuppen des Zeige- und Mittelfingers auf die Daumenspitze pressen, den Ring- und kleinen Finger abspreizen – eine Lichtquelle und schon tanzt ein Reh an der Wand. Diese Schattenfigur habe ich als Kind gerne kreiert. Für die Show der Mobilés hätte sie mich nicht qualifiziert 😉 Diese Künstler haben das Schattentheater perfektioniert und kommen mit ihrer Show „Moving Shadows“ am 2. Dezember zu uns nach Bad Elster! Nur mit ihren Körpern, die sie artistisch verbiegen, formen sie in fließenden Bewegungen wunderschöne Bilder – da entstehen plötzlich Stadtsilhouetten, lösen sich auf und werden zu Elefanten und Giraffen. Da fährt ein Paar in einer Vespa durch Europa, erklimmt einen Berg und nimmt für die letzte Etappe den Hundeschlitten. Am Ende der Reise verwandelt sich dieser in einen See mit Enten, die der Mann füttert… Das alles passiert in wenigen Minuten, eine Szene geht in die andere über, so, als würde man einen Film sehen. Die Mobilés sind absolut faszinierend, haben zahlreiche Preise eingeheimst und waren schon einige Male im Fernsehen zu sehen. Ich bin auf ihre Live-Show sehr gespannt und freue mich riesig auf das Spektakel!
Foto: Mobilé Unternehmenstheater & Showproduktion

Noch mehr Kaffee

Im Hotel König Albert arbeiten sehr viele gebürtige Sachsen. Einige von ihnen haben mich nach dem Beitrag Kaffee-Klatsch darauf hingewiesen, dass das Getränk eigentlich „Gaffee“ heißt. Man kann aber auch „Ä Schälchn Heeßn“ sagen. Das Heißgetränk hatte und hat in der Region eine große Bedeutung. „Nicht umsonst werden wir auch Kaffeesachsen genannt“, so eine Mitarbeiterin aus der Küche lachend. „In Leipzig gibt es mit dem Coffe Baum eines der ältesten Cafés, das seit fast drei Jahrhunderten betrieben wird.“ „Das feine Meißener Porzellan hat natürlich auch die Kaffee-Kultur beflügelt“, wusste Diana vom Service.
Die Dresdnerin Melitta Bentz erfand um 1900 den Kaffeefilter, in dem sie den Boden eines Topfes durchlöcherte und darauf ein Löschblatt aus dem Schulheft ihres Sohns legte. Eine Geschichte, die man auf der Website des nach ihr benannten Unternehmens nachlesen kann. Nach soviel Kaffee-Kunde habe ich jetzt Lust auf eine Tasse 🙂

Wenn der Moosmann in die Sauna geht

In der Saunawelt, die man über den Bademantelgang des Hotel König Albert erreicht, ist sie der Hotspot: die Moosmann-Sauna, die heiße 110°C auf das Thermometer bringt. Der Name stammt von einer vogtländischen Sagengestalt, die ich sehr nett finde, dem Moosmännel.
Moosmann und Moosfrau leben – der Legende nach – in den tiefen Wäldern des Vogtlandes und sind kleine, dem Menschen freundlich gesonnene Gesellen. Tut man ihnen Gutes, wird man mit etwas Laub belohnt, das sich zuhause dann in pures Gold verwandelt. Im Winter, wenn es draußen zu kalt wird, suchen die Moosmännel bei den Menschen Unterschlupf und feiern die Weihnachtszeit mit ihnen. Das bedeutet, ihre Saison kommt bald wieder! In der Sauna habe ich zwar noch keines entdeckt, aber dafür gibt es sie aus Holz geschnitzt als hübsches Deko-Element. Klaus Schädlich aus Rodewisch ist Moosmannschnitzer und hat sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Seit vielen Jahren schafft er in liebevoller Detailarbeit Moosmänner und Moosfrauen aus Naturmaterialien und bringt die kleinen Wichte so in die Wohnräume.

Kaffee-Klatsch

Als wir letztens in unserer Mitarbeiter-Küche gemütlich zusammensaßen und die Pause genossen, kam das Gespräch auf Kaffee. Das köstliche dunkle Gebräu, das für viele zum Start in den Tag und zum Ankurbeln der Kräfte zwischendurch einfach dazugehört, hat eine lange Geschichte und fast jeder kennt dazu eine andere Legende. So soll es ein Papst gewesen sein, der dem schwarzen Getränk um 1600 den Weg ebnete. Während die Zeitgenossen den Kaffee noch mit großer Skepsis betrachteten und die Winzer ihn gar als Gift bezeichneten, kostete Clemens VIII. einen Schluck und war begeistert – der Siegeszug des Kaffees begann. Fans der klassischen Musik kennen die Kaffee-Kantate von Bach, in der Herr Schlendrian seiner Tochter das tägliche Kaffeetrinken verbieten will. Sie willigt ein, aber nur, wenn sie heiraten darf und ihr Zukünftiger das Kaffeetrinken erlaubt 😉
Ein Kollege aus Berlin erzählte uns, dass der Satz „Hier können Familien Kaffee kochen“ in seiner Heimatstadt noch heute im Sprachgebrauch ist. Früher bedeutete der Slogan, dass Ausflügler ihr Essen und Kaffeepulver zu bestimmten Gasthäusern mitbringen und das Heißgetränk dort selbst zubereiten konnten. Ähnlich wie in manchen bayerischen Biergärten, in denen man die Brotzeit von zuhause essen kann.
Welche Geschichten sich auch immer um den Kaffee ranken – was gibt es Schöneres, als eine Tasse davon in netter Runde zu genießen?