Nach Ostern auf die Osterinsel

In diesem Jahr werde ich die Ostertage verlängern und am Dienstag, den 19. April auf die Osterinsel reisen! Keine Sorge Chef, ich brauche dazu keinen Urlaub 🙂 Ich gehe einfach ins Königliche Kurhaus gegenüber und genieße den multimedialen Reisebericht „Osterinsel – Südsee extrem“ von Jörg Hertel. Der sächsische Fotograf und Reise-Autor war ein Jahr lang vor Ort und brachte eindrucksvolles Material wie Fotos und Tonaufnahmen mit. In seinem Vortrag geht er den Fragen nach, wie die ersten Siedler auf die Osterinsel kamen, wie sie in der Isolation bis heute dort überlebten und warum sie tausend Jahre lang riesige Steinskulpturen schufen… ich freue mich schon auf die Bilder und Eindrücke! Übrigens habe ich eben nachgeschlagen, warum die Osterinsel Osterinsel heißt. Es hat tatsächlich etwas mit Ostern zu tun: der niederländische Seefahrer Jakob Roggeveen landete dort am Ostersonntag (genau heute, am 5. April vor 300 Jahren!!!) und nannte die Insel dann Osterinsel! Und auch Sachsen hatte Anteil an dem Ganzen: ein in Leipzig veröffentlichter Bericht über diese Entdeckungsfahrt lenkte das öffentliche Interesse in Europa auf die Insel, die man bis dato auf unserem Kontinent noch nicht gekannt hatte.

Foto: CVG

Alles grün – heute ist St. Patrick’s Day

Ist gibt ja einiges, was Irland und das Vogtland gemeinsam haben. Gut, wir färben jetzt die Weiße Elster zum St. Patrick’s Day nicht grün, wie das die Dubliner mit ihrem River Liffey machen. Aber wir lieben auch die Musik und den Tanz (wenn wir auch nicht so gut steppen wie Michael Flatley und sein Team). Und wir freuen uns auf Irish Heartbeat, das am 27. März, zehn Tage nach dem St- Patrick’s Day, bei uns auf der Bühne steht! Dahinter verbergen sich drei Musikerinnen und zwei Musiker, die zu einem Spaziergang durch die irische Tradition einladen und dabei auch Abstecher in die Weltmusik machen. Gemeinsam mit dem Publikum werden sie in Bad Elster den St. Patrick’s Day nachfeiern und den irischen Herzschlag ins Vogtland bringen.

Foto: Gavin Coughalan

Der geheime Garten in Bad Elster

Um mich in dieser Zeit einmal abzulenken, habe ich mir am Wochenende einen Abstecher in den geheimen Garten gegönnt. Belohnt wurde ich mit sehr abwechslungsreichen Bildern der Leipziger Grafikbörse, denn der Hortus Secretus ist eine Ausstellung in der KunstWandelhalle von Bad Elster, die noch bis Mitte April zu sehen ist. Mehr als 100 Künstlerinnen und Künstler haben ihre Vorstellung bzw. Interpretation eines Gartens zu Papier gebracht. Da gibt es beispielsweise abstrakte Werke, bei denen die Formen und Farben die Pflanzen andeuten oder das recht realistische Bild eines Gewächshauses, das aber dennoch viele Fragen aufwirft. Zum Versinken und Träumen hat mich eine Landschaft in der Dämmerung eingeladen. Und Frühlingsgefühle habe ich auch bekommen: bei der zarten Radierung eines Kleingartens mit filigranen Gräsern und Tieren.

Mr. Rod kommt nach Bad Elster

Geht es Ihnen auch so: Es gibt einige Musiktitel, die mich umgehend an besondere Ereignisse erinnern und schwupps sind meine damalige Stimmung und Gefühle wieder da… Songs von Rod Stewart sind da ganz vorne mit dabei. Deshalb freue ich mich auch schon sehr auf Mr. Rod, der am 12. Februar nach Bad Elster kommt! Die Rod-Stewart-Tribute-Show verspricht eine „professionelle Rockshow voll Intensität und emotionaler Höhepunkte“, in der viele Hits des britischen Sängers zu hören sein werden. Mein Ticket habe ich mir schon reserviert und bis Samstag in einer Woche werde ich mir zur Einstimmung noch einige Male meine Lieblingssongs von Rod Stewart anhören. Falls mich jemand sucht: „I am sailing…“

Foto-Copyright: Marco Wölferl

Riesen-Rosengarten

Wer schon einmal im Hotel König Albert zu Gast war, kennt das Bild, das jedes Zimmer schmückt: Drei Damen spazieren im Sonnenschein durch den Rosengarten. Das Motiv stammt von einer historischen Postkarte und zeigt Kurgäste in früheren Zeiten. Damals war Bad Elster ein Hot Spot der feinen Gesellschaft, die zur Sommerfrische und für Kuranwendungen ins Vogtland kamen. Die Innenarchitekten, die unser Hotel einrichteten, ließen die Postkarte als Printdruck gestalten und in jedes Gästezimmer hängen. Noch einen Schritt weiter ging die junge Künstlerin Laura Baschin im vergangenen Jahr: sie fertigte für das Foyer des Hotel König Albert ein Riesen-Gemälde der Vorlage – sage und schreibe 6 Meter lang und 1,60 Meter breit! Dieses überdimensionale Kunstwerk begrüßt nun jeden, der das Vier-Sterne-Superior-Haus betritt (derzeit sind das Pandemie-bedingt leider nur ein paar Mitarbeiter, die zur Arbeit ins geschlossene Hotel kommen, aber das wird sich hoffentlich wieder ändern). Ich habe Laura bei ihrer Arbeit über die Schulter geschaut und war bereits von ihrem Handwerkszeug beeindruckt: ein Pinsel, so groß wie ein Besen, Eimer voller Farbe und eine hohe Leiter, auf die sie immer wieder klettert, um zu sehen, wie das Bild aus der Entfernung wirkt, sind ihr Material. Nicht nur künstlerisches Talent, sondern auch detektivischer Forschergeist und Einfühlungsvermögen waren bei der Erstellung des Gemäldes vonnöten. „Bei dieser Dimension sind Details, die man im Kleinen gar nicht so genau erkennt, plötzlich wichtig“, erklärte mir Laura, die Theatermalerei studiert. „Ich muss beispielsweise schauen, um was für Bäume im Hintergrund es sich handelt und versuchen, aus den Silhouetten auf ihre Art zu schließen, um sie richtig darstellen zu können. Bei den Kleidern der drei Damen ist es ähnlich – ich gehe den Fragen nach, was man zu dieser Zeit trug und worauf ich achten muss.“ Ich hoffe, Sie können sich bald selbst einmal bei einem Besuch im Hotel König Albert davon überzeugen, dass Laura das wunderbar gelungen ist!

Copyright: Tim Hard

Was der schläfrige Elefant im Hotel zu suchen hat

Wer in den vergangenen Monaten, als das Hotel nicht in der Corona-Pause war, einmal unser Haus besucht hat, hat ihn sicher gesehen: den schläfrigen Elefanten. Und natürlich auch seine Kumpane, die Köpfe „kiss or bite“ oder das Schiff „between water and wind“ – gemeint sind die wunderbaren Skulpturen, die das Hotel König Albert verschönern. Dabei handelt es sich um eine Ausstellung des jungen Bildhauers Felix Hafner, der seine Werkstatt in Leipzig hat. Ich habe den Künstler einmal gefragt, wie er dazu gekommen ist… Er war zwölf Jahre alt, als er in einem kleinen Verschlag das Werkzeug seines Ur-Opas fand. Bohrer, Hammer, Stemmeisen und weitere Teile, die ein Tischler benötigt. Weil ihn die Sachen faszinierten, begann der Junge, die Funktionsweise der Geräte herauszufinden und mit Holzstücken zu experimentieren… und sein Berufswunsch, mit Holz zu arbeiten stand fest. Heute stehen die Werke von Felix Hafner bei Kunstliebhabern hoch im Kurs und auch einige unserer Gäste haben sich schon ihre Lieblings-Skulptur reservieren lassen. Den schläfrigen Elefanten hat der Künstler übrigens extra für unser Haus ausgesucht. „Der Elefant ist über Zeit und Vergänglichkeit erhaben, Momentaufnahmen sind ihm nicht so wichtig. Damit passt er nach Bad Elster, das mit seiner langen Geschichte und Tradition als Weltbad nach der Wende nahezu in Vergessenheit geraten ist.“

Schöne Überraschung!

Jetzt, so ohne Gäste, ist es sehr ruhig im Hotel König Albert. Und auch viele Kollegen sind in Kurzarbeit und nicht im Haus. Deshalb hatte ich mir für heute Vormittag vorgenommen, den Zeitschriftenberg, der sich auf meinem Schreibtisch angehäuft hat, abzuarbeiten. Mit einer Tasse Kaffee habe ich begonnen loszuschmökern… Ich war ungefähr in der Mitte des Stapels angekommen und nahm mir die BUNTE Reisen Special vom Herbst 2020 vor. „Wow, das gibt’s doch nicht“ – zum Glück alleine auf weiter Flur – hörte niemand meinen Aufschrei. Im Hochglanz-Magazin sah ich auf Seite 33 oben einen vertrauten Anblick: das wunderschön nächtlich beleuchtete Hotel König Albert! Darunter die Überschrift „Gesunde Thermen & Kultur“ und ein Text, der mir – wäre ich nicht schon vor Ort – unglaublich Lust machen würde, hierher zu kommen. Ich blätterte ein paar Seiten zurück. Der Beitrag über unser Haus ist Teil eines Artikels über „Neue Kraft schöpfen“. Zehn besondere Orte, die sich ideal für einen Erholungsurlaub eignen, werden darin vorgestellt und wir sind dabei! Was für eine Freude! Am liebsten wäre ich mit dem Magazin in der Hand durch’s ganze Haus gelaufen und hätte es jedem Kollegen gezeigt… wären wir nicht gerade im Lockdown… So berichte ich eben an dieser Stelle davon 🙂

Kunst statt Corona-Blues

Die Geschichte von Lakmal Prasad, unserem Barkeeper, der während des ersten Lockdowns entdeckte, dass er malen kann, ist ein positiver Lichtblick in der Corona-Zeit. Wer schon einmal im Hotel König Albert zu Gast war, kennt ihn sicher: stets gut gelaunt und freundlich, steht der Mann aus Sri Lanka hinter der Theke und mixt köstliche Cocktails. Dabei ist er sehr kreativ, auch bei der Namensgebung für die Drinks. „Nepomuk Spezial“, „Rose Sisi Abend“ oder „Sonnentanz in Bad Elster“ heißen beispielsweise seine Kreationen. „Cocktails zu mixen ist mein Leben, ich liebe diese Arbeit“, antwortet Lakmal gerne, wenn man ihn nach seiner Motivation fragt. Umso trauriger war er, als Mitte März 2020 das Hotel schließen musste. Um ihn auf andere Gedanken zu bringen, ermunterte ihn Michael Börner, selbst gerade dabei, die Wände des Hotels mit frischer Farbe zu versehen, Bilder zu malen. „Wäre es nicht schön, wenn an diesen weißen Wänden einige Werke von Dir hängen würden?“ So angespornt, besorgte sich der Barmann Leinwand und Ölfarbe und fing an, sich als Künstler zu versuchen. Das Ergebnis ließ uns alle staunen: Lakmals Bilder sind ebenso schön wie seine Cocktails! Micha Börner hielt Wort und ließ einige der Werke an die Wände hängen. So können sich unsere Gäste von der zweiten Leidenschaft unseres Barkeepers überzeugen! Ich bin sicher: nach diesem zweiten Lockdown wird Lakmal wieder weitere faszinierende Bilder geschaffen haben!

Wer war eigentlich Carl August Klingner?

Wie oft habe ich schon die Adresse Carl-August-Klingner-Straße 1 geschrieben oder gesagt – in den vergangenen drei Jahren sicher einige hundertmal, denn schließlich steht das Hotel König Albert just an dieser Stelle. Unbewusst habe ich mich dabei immer wieder gefragt, wer sich wohl hinter diesem klangvollen Namen verbirgt. Ein Musiker? Das würde zum Vogtland und der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster passen. Aber falsch – Carl August Klingner war ein Apotheker, der von 1884 bis zu seinem Tod 1923 die Elsteraner mit allerlei Pülverchen und Heilmitteln versorgte. Allerdings inspirierte ihn der Ort auch zur Schriftstellerei und der Apotheker schrieb in seiner freien Zeit Bücher über Bad Elster, Bühnenstücke und Lieder. Für die Kurgäste und die Hofgesellschaft um König Albert engagierte sich der rührige Wahl-Elsteraner, der 1858 in Potsdam geboren wurde, ebenfalls. So organisierte er die Festspiele im Naturtheater und half mit, die königlichen Festlichkeiten und Jagden vorzubereiten. Das Brunnenfest, das immer noch jedes Jahr in Bad Elster stattfindet, geht ebenfalls auf Carl August Klingner zurück, der in diesem Jahr 160 Jahre geworden wäre.

Foto: Adresse mit spannender Geschichte – das Hotel König Albert, Carl-August-Klingner-Straße 1 in Bad Elster.
Copyright: Daniel Unger

Berühmter Gast – Reiner Calmund

Auch Nicht-Fußball-Fans kennen ihn – aus Kochshows wie „Grill den Henssler“ (die übrigens 2019 fortgesetzt wird), wo er als Jurymitglied verkostet, humorvoll kommentiert und bewertet: Reiner Calmund. Als der prominente Genießer und Feinkost-Experte vergangenes Jahr bei uns im Hotel König Albert Station machte, offenbarte er eine weitere Leidenschaft: Autos. Er besuchte das August Horch Museum in Zwickau. Dieses wurde kurz zuvor erweitert und präsentiert nun in der Dauerausstellung den Rennsport in den 1920er und 30er Jahren, als sich die Silberpfeile jagten, sowie den Automobilbau in Zwickau nach dem Krieg. „Calli“ wie Viele ihn nennen, ist für seine originellen und spontanen Sprüche bekannt und dabei auch oft selbstironisch: „Sie dürfen nicht so verkopft sein. Sie müssen aus dem Bauch reagieren. Sehen Sie mich an!“ Das merkt man auch bei der Lektüre seines kulinarischen Lebenslaufs „Eine Kalorie kommt selten allein“.

Copyright: S. Pick