Mein Wanderparadies durch den Wald

Oft gehe ich nach Feierabend nicht gleich nach Hause, sondern drehe noch eine Runde in der Natur, denn gleich vor der Tür des Hotel König Albert beginnt ein Eldorado für Wanderfreunde. Sanfte Hügel, Schatten spendender Wald und viele Ruheplätze mit wunderbarer Aussicht – das ist der Waldpark von Bad Elster. Er erstreckt sich rund um das NaturTheater mit seiner grandiosen romantischen Kulisse und um den Brunnenberg. Die Gestaltung des Waldparks geht übrigens auf den Königlich-Sächsischen Gartenbauinspektor Paul Schindel zurück, der das Areal hinter dem 1911 erbauten NaturTheater mit Wegen, Ruhebänken und Schutzhütten anlegte. Um 1917 umfasste der Waldpark an die 200 ha und 20 kleine Hütten, in denen „Kaffeepartys“ stattfanden, um die Kurgäste zum Wandern zu animieren. Einer meiner liebsten Plätze ist die historische Kreuzkapelle, die zum Entspannen und Träumen einlädt.

Macht keine Musik, ist trotzdem schön

Oft erstaunte und bewundernde Blicke zieht dieses besondere Dekostück in unserem Restaurant Musika auf sich. Wer es länger betrachtet, wähnt sich mit etwas Fantasie in einem Orchester… Die Rede ist von unserer Trompetenlampe, die kunstvoll gearbeitet für stillvolles Licht beim Speisen sorgt. Mehr als 20 Schallstücke mit Leuchtmitteln, die in alle Richtungen weisen, habe ich gezählt. Spielen kann man auf ihr natürlich nicht, doch wie die Musikinstrumente in unserer Lobby, weist auch die Trompetenlampe auf den nahen Musikwinkel hin. Die Orte Markneukirchen, Erlbach, Klingenthal und Schöneck gehören dazu und sind eine Hochburg des Musikinstrumentenbaus. Mehr darüber kann man in der Erlebniswelt Musikinstrumentenbau erfahren.

52 x Natur pur – ein Reisebildband der anderen Art

„Wellness in Bad Elster“ heißt eines der Kapitel im Reise-Inspirations-Buch 52 x Natur pur. Wer Anregungen für kleine Fluchten aus dem Alltag, für Auszeiten aus der Hektik und dem Stress sucht, der wird in dem neu erschienenen Bildband von Jörg Berghoff fündig. Das handliche Buch wurde vom Bruckmann Verlag herausgegeben und ist für € 22,99 zu haben. Darin präsentiert der erfahrene Reisejournalist 52 Vorschläge für Kurztrips und Wochenendreisen in Deutschland und Europa, die traumhafte Orte und herrliche Natur bieten und vor allem eines sind: absolut zeitgemäß. „Entschleunigung, Entspannung und Erlebnistiefe sind zu Reisemotiven geworden, die nicht nach immer mehr, immer weiter und höher streben“, so der Autor. „Auf neue Art zu reisen, zu genießen, sinnstiftende Nachhaltigkeit zu erreichen und das Loslassen zu üben, verändert auch die Auswahl der Reiseziele.“ Unter diesem Aspekt hat Jörg Berghoff einige der schönsten Ecken und Winkel zusammengetragen und stellt sie in Wort und Bild so liebevoll und detailreich vor, dass man sofort einen Koffer oder Rucksack packen und losstarten möchte. Die einladende Beschreibung der hübschen Orte und Plätze, wird durch wertvolle Tipps zur Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln und zur Übernachtung ergänzt. Die Einteilung nach Jahreszeiten und die zahlreichen Ideen für Aktivitäten machen das Buch zu einer wahren Fundgrube für alle, die Lust auf Entdeckungen und Bewegung haben (ISBN 978-3-7343-1660-9).

Shopping-Tipp – das Nadelspiel, die Wollwirtschaft

Kennen Sie das Gefühl, wenn Sie in einen Laden gehen und sich sofort wohlfühlen? So geht es mir jedes Mal, wenn ich dem Nadelspiel am Badeplatz in Bad Elster einen Besuch abstatte. Ich trete ein und das Gefühl, dass die Welt in Ordnung ist, macht sich in mir breit. Ob das an der bunten Farbpalette der Wollknäuel, die schön sortiert in den weißen Regalschränken warten, liegt, oder an den Bildern wolliger Schafe oder an dem gemütlichen Tisch inmitten von fröhlichen gestrickten Dingen, an dem man Kaffee oder einen kalten Drink genießen kann – ich kann es nicht sagen. Vermutlich lädt die ganze Atmosphäre im Nadelspiel dazu ein, wiederzukommen. Und das mache ich immer wieder gerne. Madeleine Hiller, die Inhaberin des Nadelspiels, hat ihren Laden im September 2020 eröffnet und bietet dort Wolle in allen Variationen und aus nachhaltiger Produktion, hochwertige Garne und bereits fertig Gestricktes an. Da sie auch noch erlesene Kaffee- und Tee-Spezialitäten sowie kühle Getränke im Angebot hat, ist das Nadelspiel ein netter Treffpunkt für alle geworden – ob geschickt beim Stricken oder eher unbegabt wie ich. Strickende Mütter und Omas kaufen dort ihre Wolle und Zubehör ein, holen sich von Madeleine und ihrer netten Mitarbeiterin Tipps, wenn sie bei einem komplizierten Muster nicht mehr weiterwissen, oder greifen auf die hübschen selbstgemachten Accessoires wie Mützen, Schals oder Babyschuhe zurück. „Es kommen viele Einheimische, aber auch zahlreiche Kur- und Hotelgäste“, freut sich Madeleine Hiller, die strickt, seit sie sechs Jahre alt wurde. „Oft kaufen die Leute, die hier im Urlaub sind, die fertigen Produkte, aber wenn jemand Wolle kauft und dann zuhause noch ein weiteres Knäuel benötigt, schicken wir es auch gerne hinterher.“

Ausflugstipp – Weltcup-Schanze in der Vogtland Arena Klingenthal

Wer 140 Meter hoch über dem Auslauf steht, den kribbelt es im Magen: Dort hinunter stürzt sich jedes Jahr die Weltelite der Skispringer! Vermutlich nehmen sich die Sportler nicht die Zeit, die grandiose Aussicht zu genießen. Doch die Besucherinnen und Besucher dieses beliebten Ausflugsziels haben die Muße dazu. Sie entdecken die eindrucksvolle Architektur der Großschanze, die im Jahr 2006 fertiggestellt wurde und zu den modernsten Skisprung-Anlagen der Welt zählt. Neben Weltcups im Spezialspringen und der Nordischen Kombination ist auch der FIS Sommer Grand Prix in der Sparkasse Vogtland Arena ein Highlight. Und dazwischen wird hier häufig trainiert, so dass man oft auch Skispringer beim Training erleben kann. Highlights, die man nicht verpassen sollte, sind die schwebende Kapsel am Schanzenturm, die den Athleten zum Aufwärmen dient und für Gäste begehbar ist, und der Kampfrichterturm. Auch Letzterer scheint zu über dem Hang zu schweben… Die Vogtland Arena kann ganzjährig von 10 bis 17 Uhr besucht werden.

Foto: Vogtland Arena VermarktungsGmbH

Nach Ostern auf die Osterinsel

In diesem Jahr werde ich die Ostertage verlängern und am Dienstag, den 19. April auf die Osterinsel reisen! Keine Sorge Chef, ich brauche dazu keinen Urlaub 🙂 Ich gehe einfach ins Königliche Kurhaus gegenüber und genieße den multimedialen Reisebericht „Osterinsel – Südsee extrem“ von Jörg Hertel. Der sächsische Fotograf und Reise-Autor war ein Jahr lang vor Ort und brachte eindrucksvolles Material wie Fotos und Tonaufnahmen mit. In seinem Vortrag geht er den Fragen nach, wie die ersten Siedler auf die Osterinsel kamen, wie sie in der Isolation bis heute dort überlebten und warum sie tausend Jahre lang riesige Steinskulpturen schufen… ich freue mich schon auf die Bilder und Eindrücke! Übrigens habe ich eben nachgeschlagen, warum die Osterinsel Osterinsel heißt. Es hat tatsächlich etwas mit Ostern zu tun: der niederländische Seefahrer Jakob Roggeveen landete dort am Ostersonntag (genau heute, am 5. April vor 300 Jahren!!!) und nannte die Insel dann Osterinsel! Und auch Sachsen hatte Anteil an dem Ganzen: ein in Leipzig veröffentlichter Bericht über diese Entdeckungsfahrt lenkte das öffentliche Interesse in Europa auf die Insel, die man bis dato auf unserem Kontinent noch nicht gekannt hatte.

Foto: CVG

Alles grün – heute ist St. Patrick’s Day

Ist gibt ja einiges, was Irland und das Vogtland gemeinsam haben. Gut, wir färben jetzt die Weiße Elster zum St. Patrick’s Day nicht grün, wie das die Dubliner mit ihrem River Liffey machen. Aber wir lieben auch die Musik und den Tanz (wenn wir auch nicht so gut steppen wie Michael Flatley und sein Team). Und wir freuen uns auf Irish Heartbeat, das am 27. März, zehn Tage nach dem St- Patrick’s Day, bei uns auf der Bühne steht! Dahinter verbergen sich drei Musikerinnen und zwei Musiker, die zu einem Spaziergang durch die irische Tradition einladen und dabei auch Abstecher in die Weltmusik machen. Gemeinsam mit dem Publikum werden sie in Bad Elster den St. Patrick’s Day nachfeiern und den irischen Herzschlag ins Vogtland bringen.

Foto: Gavin Coughalan

Der geheime Garten in Bad Elster

Um mich in dieser Zeit einmal abzulenken, habe ich mir am Wochenende einen Abstecher in den geheimen Garten gegönnt. Belohnt wurde ich mit sehr abwechslungsreichen Bildern der Leipziger Grafikbörse, denn der Hortus Secretus ist eine Ausstellung in der KunstWandelhalle von Bad Elster, die noch bis Mitte April zu sehen ist. Mehr als 100 Künstlerinnen und Künstler haben ihre Vorstellung bzw. Interpretation eines Gartens zu Papier gebracht. Da gibt es beispielsweise abstrakte Werke, bei denen die Formen und Farben die Pflanzen andeuten oder das recht realistische Bild eines Gewächshauses, das aber dennoch viele Fragen aufwirft. Zum Versinken und Träumen hat mich eine Landschaft in der Dämmerung eingeladen. Und Frühlingsgefühle habe ich auch bekommen: bei der zarten Radierung eines Kleingartens mit filigranen Gräsern und Tieren.

Meine Top 3-Tipps für Bad Elster im Winter

Wenn sich die Temperaturen im einstelligen Bereich bewegen, eine Schneedecke über den Beeten des Kurparks liegt und die Natur ihre Kräfte für das Frühjahr sammelt, kann man Bad Elster ganz gemütlich und kuschelig erkunden. Hier sind die besten Tipps für alle, die unsere Schneemann-Zeit genießen und die Kultur- und Festspielstadt im Winter besuchen:

Top 1: Draußen ist es klirrend kalt, drinnen umso wohltuender warm: Nie ist das Schweben in der Soletherme schöner als im Winter. Schwerelos liegt man auf dem Wasser, lässt sich treiben und während der Körper völlig entspannt, gehen die Gedanken auf Reisen.

Top 2: Ob vor oder nach dem Abendessen: glücklicherweise wird es in der kalten Jahreszeit recht zeitig dunkel und der grandiose Auftritt der geheimnisvollen Schönen kann beginnen: Mit Licht kreativ in Szene gesetzt, leuchtet Bad Elster strahlend und magisch wie nie zuvor. Ein Spaziergang durch die neue Erlebnis- und Lichterwelt in den Königlichen Anlagen verzaubert einfach.

Top 3: Ausgiebig schlemmen und genießen macht im Winter doppelt Spaß, weil man einfach Appetit auf Gutes hat, das gerne auch mal etwas deftiger sein kann als im Sommer. Im Restaurant Das Albert warten zahlreiche Köstlichkeiten auf Genuss-Menschen. Als Vorspeise Maronencremesuppe oder Backhendlsalat? Zum Hauptgang rosa gebratene Entenbrust mit Kartoffelsouflée oder gebackene Couscous-Nockerl? Flüssiger Schokokuchen oder Apfelstrudel als Dessert? Ideal für alle, die sich nicht entscheiden können oder wollen: die vier- oder sechsgängigen Überraschungsmenüs!

Mr. Rod kommt nach Bad Elster

Geht es Ihnen auch so: Es gibt einige Musiktitel, die mich umgehend an besondere Ereignisse erinnern und schwupps sind meine damalige Stimmung und Gefühle wieder da… Songs von Rod Stewart sind da ganz vorne mit dabei. Deshalb freue ich mich auch schon sehr auf Mr. Rod, der am 12. Februar nach Bad Elster kommt! Die Rod-Stewart-Tribute-Show verspricht eine „professionelle Rockshow voll Intensität und emotionaler Höhepunkte“, in der viele Hits des britischen Sängers zu hören sein werden. Mein Ticket habe ich mir schon reserviert und bis Samstag in einer Woche werde ich mir zur Einstimmung noch einige Male meine Lieblingssongs von Rod Stewart anhören. Falls mich jemand sucht: „I am sailing…“

Foto-Copyright: Marco Wölferl