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Leben im Weltall

Der gestrige Tag mit Major Tom im Ohr hat mich auf die Idee gebracht, mal wieder die Deutsche Raumfahrtausstellung zu besuchen. Diese befindet sich im wunderschön klingenden Zungenbrecher Morgenröthe-Rautenkranz, einem Ort rund 35 Kilometer von Bad Elster entfernt. Dort wurde Dr. Sigmund Jähn geboren, der erste Deutsche, der 1978 ins All flog. Er wurde übrigens vor kurzem 80 Jahre alt und gab dem MDR ein interessantes Interview über seine Zeit im All. Darin erzählt er unter anderem, welche Gerüche man in der Raumstation wahrnimmt, wie man darin „duscht“ und dass er als Neuankömmling erstmal zum Toilettendienst eingeteilt wurde. Ganz spannend finde ich auch, dass er ein doppelt eingeschweißtes Stück Brot von seinem Weltall-Ausflug immer noch zuhause hat. Es ist mittlerweile über 40 Jahre alt, aber er meinte, es könnte noch jederzeit gegessen werden!
Bei einem Rundgang durch die Ausstellung entdeckt man zahlreiche private Stücke der Raumfahrer, die vom Leben in der Schwerelosigkeit erzählen. Eine nette Bekanntschaft habe ich ebenfalls gemacht: mit All-Bert, dem Maskottchen der Deutschen Raumfahrtausstellung. Er würde sich auch im Hotel König Albert gut machen, natürlich habe ich ihn eingeladen, uns mal zu besuchen 😉

Völlig losgelöst…

Heute habe ich einen Gast getroffen, der meinte, er sei jetzt Major Tom. Ich muss wohl zunächst etwas verwirrt geschaut haben, denn mein Gegenüber fing zu summen an: „Völlig losgelöst… von der Erde… schwebt das Raumschiff… völlig schwerelos…“ Da war mir klar: Der Herr kam geradewegs vom Schweben in der Soletherme! „Ich hatte das noch nie ausprobiert, es ist ein wahnsinnig tolles Gefühl – befreiend, total entspannend, einfach unglaublich“, begeistert erzählte mir der Geschäftsreisende von seiner Erfahrung im Salzsee von Bad Elster. Dann ging er zu den Kolleginnen an der Rezeption und buchte noch eine Verlängerungsnacht im Hotel König Albert, um „morgen nochmals abzutauchen“, wie er lachend verkündete.
Seine gute Laune war so ansteckend, dass ich seither nur noch mit einem breiten Grinsen im Gesicht umhergehe… und mit dem Ohrwurm von Peter Schilling im Kopf 😉

Foto: Schwereloses Schweben ist nicht nur im Weltall möglich, sondern auch in der Soletherme von Bad Elster (SSB Soletherme Bad Elster Salzsee, Fotograf: Beer)

Rhododendron-Blüte in Bad Elster

Wer im Mai nach Bad Elster kommt, der kann sich an einer wunderbaren Blumenpracht erfreuen: die Rhododendronbüsche, die überall angepflanzt sind, zaubern bunte Farbkleckse in das saftige Grün der Parkanlagen. Hier ein sattes Pink, dort ein strahlendes Weiß, ein knalliges Gelb und ein zartes Violett. Zum Höhepunkt der Blütezeit fühlt man sich, als würde man sich auf der überdimensionalen Palette eines Malers befinden – ein Meer von Farben rund um sich… Wenn ich morgens zum Hotel König Albert spaziere, muss ich nun immer einige Minuten mehr einplanen, denn oft bleibe ich stehen, schaue die Knospen, die gerade im Aufbrechen sind, an und mache alle paar Meter ein Foto 🙂
Dieses Jahr habe ich mir zwei Rhododendren für den Balkon gekauft – sie sind natürlich im Vergleich zu den uralten Gewächsen im Kurpark (manche gedeihen hier schon seit über 100 Jahren) noch sehr klein. Ein Stock blüht bereits, beim zweiten sind die Knospen noch geschlossen. Beim Aussuchen im Gartencenter muss man übrigens darauf achten, welche Farbe auf den Töpfen angegeben ist, denn die Knospenfarbe täuscht – aus roten Knospen werden später pinkfarbene Blüten, rosa Knospen entfalten sich zu weißen Schönheiten. Ich hoffe, meine Pflanzen entwickeln sich wie ihre großen Vorbilder, denn sie sind wohl in der Pflege etwas heikel. Man sollte sie beispielsweise am besten nur mit Regenwasser gießen, da sie kein kalkhaltiges Wasser mögen. Sie benötigen humushaltige Erde und eine gleichmäßige Boden- und Luftfeuchtigkeit. Sehr viele hilfreiche Infos habe ich bei der Deutschen Rhododendron-Gesellschaft gefunden. Und den einen oder anderen Tipp werde ich mir von den Gärtnern in Bad Elster holen 🙂

Hotel-Potato statt Couch-Potato

Sie hat eine rote Schale und einen gelben Kern, kocht mehlig und schmeckt leicht nussig – die König-Albert-Kartoffel. Seit ein paar Tagen ist sie unter der Erde und wir hoffen darauf, die speziell für das Hotel König Albert in Bad Elster gezüchtete Knolle im Frühherbst ernten zu können. Wie kam es dazu, dass wir eine eigene Kartoffel haben? Dazu muss man wissen, dass das Vogtland und der Kartoffelanbau sehr eng zusammenhängen. Die Bauern hier waren nachweislich die ersten in Deutschland, die Kartoffeln auf ihren Feldern pflanzten. Rund 50 Kilometer nördlich von Bad Elster hat Ulrich Gündel seinen Kulturbauernhof. Dort baut er historische Kartoffelsorten wie zu Zeiten unserer Vorfahren an. Da diese alten Sorten noch nicht so resistent gegen Umwelteinflüsse sind wie die heutigen Kartoffelsorten, ist das eine sehr zeitaufwändige Arbeit. Dennoch machen die Gündels nebenher noch viel mehr als nur Kartoffeln zu züchten: Sie haben ihre eigene Band, laden zu musikalisch-kabarettistischen Kartoffel- und Wein-Verkostungen ein und vermieten ihren „Kulturstall“ als Veranstaltungs- und Partyraum. Sie sind also alles andere als Couch-Potatos 🙂 Doch ich schweife ab… Irgendwann funkte es bei den Gündels zwischen der Vogtländischen Blauen, einer Kartoffel, die man schon seit 150 Jahren im Vogtland kennt, und der englischen Red Cardinal und eine neue Sorte – noch ohne Namen – war geboren! Unser Chefkoch Josef kostete die neue Kartoffel und verliebte sich in sie. Daraufhin beschloss man, die neue Knolle „König Albert“ zu taufen und sie exklusiv für unser Hotel anzubauen. Das Happy End gibt es dann im Oktober, wenn geerntet wird und die Köstlichkeit als eine von Josefs Kartoffel-Kreationen auf die Teller unserer Gäste kommt.

Rezept: Kartoffeltascherl von Josef

Übrigens: die Kartoffel hat hier im Vogtland sogar ihre eigene Hymne, komponiert von MDR JUMP – hört selbst!

Foto: Kartoffelprinzessin Selina pflanzt unsere König-Albert-Kartoffel.