Im Oldtimer durchs Land

Immer wenn Hans-Joachim Konz vor dem Eingang des Hotel König Albert in Bad Elster vorfährt, erregt er die volle Aufmerksamkeit. Das heißt, alle Augen sind nicht direkt auf ihn, sondern vielmehr auf seinen fahrbaren Untersatz gerichtet: Der gebürtige Rheinländer, der heute in Plauen lebt, steigt aus einem englischen Oldtimer, den es nur ganz selten gibt. Das Fahrzeug ist ein Landaulet der Marke Fleur de Lys. 50 bis 60 Stundenkilometer fährt der Wagen, von dem der britischen Automobil-Hersteller nur fünf Stück fertigte. Hans-Joachim Konz hat ihn nach langem Suchen gefunden und aufwändig restaurieren lassen. Doch auch nach der Wiederherstellung des guten Stücks, hatte der Oldtimerfan viel damit zu tun: Er musste quer durch Deutschland reisen, um die Zulassung für die verschiedenen Autoteile zu erhalten. „Die Messing-Lampen, die nicht höhenverstellbar sind, wurden in Dresden zugelassen, den TÜV erhielt das Fahrzeug in Nürnberg“, erzählte mir Herr Konz. Selbstverständlich kann er mit dem Oldie auch nicht einfach durch eine Waschanlage fahren, sondern reinigt den Wagen wie anno dazumal mit Wasser und Schwamm und poliert danach die Messingbeschläge. Wenn diese dann in der Sonne glänzen, rückt sich Herr Konz die Schiebermütze zurecht und hält die Türen für Gäste des Hotel König Albert auf. Sie nehmen im edel mit Leder, Holz und Samt sowie Sicherheitsgurten ausgestatteten Innenraum Platz und lassen sich mit der Hotel-König-Albert-Kutsche durch Bad Elster und das Vogtland chauffieren. Ein geniales Vergnügen, das einem die Aufmerksamkeit von Passanten sichert!

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