Spalken und Bambes – die Speisekarte verstehen

Sicher kennen Sie das: Im Ausland sitzt man oft etwas ratlos im Restaurant, der Magen meldet Appetit, doch was bitte ist mit all den Gerichten gemeint? Auch wenn man der Sprache des Urlaubslandes im Grunde mächtig ist, manche kulinarischen Ausdrücke erweisen sich als Stolpersteine. Das kann auch im eigenen Land passieren, beispielsweise, wenn die Reise in eine Region führt, die ihren eigenen Dialekt pflegt. Im Hotel König Albert in Bad Elster stehen auf der Speisekarte unter anderem Spalken und Bambes – vogtländische Spezialitäten, die köstlich schmecken, aber die einem zunächst erklärt werden müssen. Wer beim Servicepersonal Spalken bestellt, der kann sich auf einen Eintopf mit Kartoffeln, Gemüse der Saison und Rauchwurst freuen. Bambes haben weder etwas mit Bambie, noch mit Barbie zu tun, sondern sind Kartoffelpuffer, die der Koch mit Wildkräutersalat und Bärlauch-Schmand auf den Teller bringt. Beides ist hervorragend als Vorspeise oder Zwischengang geeignet.

Wort- und Dialekt-Künstler

„Versailles des Vogtlands“ nennt Rick Kavanian das König Albert Theater in Bad Elster. Der Comedian und Schauspieler trat Anfang Februar in der sächsischen Kultur- und Festspielstadt auf. Das heißt, beinahe hätte er seinen Auftritt „verschlafen“ wie er in einem Interview tags darauf berichtete. Das spricht wohl für die gemütlichen Betten des Hotel König Albert 🙂
Was ich an Rick Kavanian so grandios finde, ist, wie er mühelos verschiedene Dialekte spricht – so als wäre er in der jeweiligen Region geboren worden. Ob schwäbisch, sächsisch (Jens Maul!) oder norddeutsches Platt – der Künstler schaltet so schnell zwischen den einzelnen Mundarten hin und her als würden verschiedene Personen miteinander sprechen. Kein Wunder, dass er in „Bullyparade – Der Film“, der in diesem Jahr ins Kino kommen wird, neben Michael Herbig und Christian Tramitz ebenfalls in mehreren Rollen zu sehen sein wird. Ich freue mich schon darauf!

Boxspringbett – Wohlfühlen mit Wow-Faktor

Zum ersten Mal von Boxspringbetten gehört, habe ich von Alex, einem Bekannten, der gerne in den USA Urlaub macht. Von Beruf Inhaber einer Werbeagentur, hat Alex meist die Nase bei Innovationen vorne und weiß früher als andere von den neuesten Trends. Damals dachte ich mir nur, na ja, Bett ist doch Bett und was soll es schon für große Unterschiede geben. Doch mittlerweile bin ich ein absoluter Boxspringbett-Fan geworden. Wer einmal in einem dieser – ursprünglich aus Amerika stammenden – Betten geschlafen hat, der möchte dieses Gefühl einer großen Wolke, die sich dem Körper anpasst, nicht mehr missen. So entspannt und gut wie in einem Boxspringbett schlafe ich nirgendwo.
Was ist so anders bei diesen Betten? Im Gegensatz zu den meisten herkömmlichen Betten hat ein Boxspringbett keinen Lattenrost. Zahlreiche Federn – das heißt „Springs“ – im Unterbau des Bettes, der „Box“, ersetzen ihn. Darauf liegt eine Matratze und darauf als i-Düpfelchen der so genannte Topper, eine oft nochmals sechs oder mehr Zentimeter dicke Auflage. Weitere Unterschiede zu „normalen“ Betten sind meist der Stoffüberzug, das markante Kopfteil und die Höhe des gesamten Bettes. Als ich angefangen habe, mich mit dem Thema Boxspringbett zu befassen, wurde mir fast schwindlig, so viele Varianten gibt es bei den jeweiligen Elementen. Sie alle beeinflussen das Ergebnis, den Schlafkomfort. Doch die Beschäftigung mit der Materie lohnt sich. Sehr hilfreich für den Einstieg und die Orientierung fand ich beispielsweise Erklär-Videos. Mit etwas Vorwissen ist es dann im Fachgeschäft einfacher. Besonders gute Läden bieten sogar Analysen im Liege-Simulator an. Und wer einmal in aller Ruhe ein Boxspringbett testen möchte, kann auch ins Hotel König Albert nach Bad Elster kommen – sämtliche Zimmer sind damit ausgestattet 🙂

Detox und pure Lebenslust?

Pure Lebenslust – das ist das Motto des Hotel König Albert. Wie passt das bitte mit Detox zusammen, fragen Sie sich sicher. Ich habe mich ebenfalls gewundert und mich deshalb mit Gaby Möser unterhalten. Sie ist zertifizierte Yogalehrerin und bietet jetzt im Frühjahr Yoga-Retreats für unsere Gäste an. „Detox Yoga für Körper, Geist und Seele“, so der Titel des Arrangements. Der ganzheitliche Aspekt, das ist es, um was es Gaby Möser geht. Statt strenger Detox Kuren, die gerade in der Fastenzeit hoch im Kurs stehen, setzt sie auf ein Yoga-Programm, das zum einen den Stoffwechsel in Schwung bringt und einen Energiekick liefert und zum anderen auch den ganzen Menschen entspannt. „Es gibt so viele emotionale Energieräuber, die einem erst deutlich werden, wenn man etwas abschaltet und zur Ruhe kommt“, erzählte mir Gaby Möser. Beim Yoga, so ihre Erfahrung, werden einem Probleme oder Situationen, um die die Gedanken endlos kreisen, bewusst und man kann entscheiden, ob man sich weiter von ihnen quälen lassen will oder sie einfach loslässt… Das macht einen leichter – auch wenn die Waage weiterhin dasselbe anzeigt 😉 – und somit glücklicher… ein Schritt zu purer Lebenslust!

Hollywood im Hotel König Albert

Zugegeben, wir waren alle recht nervös, allen voran unsere Hauptdarsteller. „Bleibt ganz natürlich und beachtet mich einfach nicht“, die Anweisungen des Regisseurs Gernot klangen leichter als sie letztendlich waren. Denn auch bei der vierten oder fünften Wiederholung einer Szene, weiß man, dass jeder Schritt, jede Geste, jeder Blick eingefangen und festgehalten wird. Hut ab vor unserem Pärchen, das noch keinerlei Kamera-Erfahrung hatte und den Dreh nahezu wie Profi-Models meisterte. Mit dem Film soll gezeigt werden, wie ein perfekter Tag im Hotel König Albert in Bad Elster aussehen kann – und so checkten unsere Protagonisten für das Royal-Angebot ein, freuten sich über ihre schicke Suite, genossen eine Fahrt mit dem Oldtimer, ein Picknick im Grünen, das geniale Schweben in der Soletherme und natürlich ein köstliches Candle Light-Dinner. Selbstverständlich stets verfolgt von Gernot und dem Filmteam… Bei den Aufnahmen am historischen Naturbad von 1906 wurde sogar eine Drohne, ein Quadrocopter eingesetzt, der über das Pärchen düste (Drohnenflug: Making_of_). Das Ergebnis der dreitägigen Aktion kann sich sehen lassen: zukünftige Gäste entdecken im Film, was sie alles im Hotel König Albert erleben können.

Hotel – Zuhause auf Zeit

Haben Sie sich auch vor kurzem den ZDF-Zweiteiler „Das Sacher. In bester Gesellschaft“ angesehen? Nachdem ich am Mittwoch durch Zufall die letzten zwanzig Minuten des Films gesehen hatte, war mein Interesse geweckt. Die Atmosphäre des Wiens um 1900, tolle Schauspielerinnen wie Ursula Strauss, Julia Koschitz und Josefine Preuß in historischen Kostümen und eine spannende Story – das sprach mich an. Der ZDF-Mediathek sei Dank, sah ich mir daraufhin das Ganze noch einmal von vorne an. Vor dem Hintergrund von drei Jahrzehnten österreichischer und europäischer Geschichte, wird die Entwicklung des Hotels Sacher als Treffpunkt der Gesellschaft aufgezeigt und ein fiktives Drama rund um die Gäste und Mitarbeiter des Hauses erzählt. Für mich ein Film, den man sich gemütlich anschaut – am besten mit etwas Süßem zur Hand, denn man bekommt unwillkürlich Lust auf ein Stück schokoladenüberzogener Sachertorte.
Und während man dieses verspeist, kann man seine Gedanken schweifen und seine Phantasie spielen lassen. In einem Hotel – auch wenn es nicht ganz so ehrwürdig und alt wie das „Sacher“ ist – treffen tagtäglich die unterschiedlichsten Menschen aufeinander: Gäste und Angestellte aus aller Welt. Für einen gewissen Zeitraum kreuzen sich die Lebenslinien, kommen Persönlichkeiten miteinander in Kontakt, dann trennen sich die Wege wieder… Es muss nicht gleich so dramatisch werden wie bei den Aderholds und von Traunsteins im Film „Das Sacher“, doch immer, wenn sich Menschen begegnen, spielen sich bewusst und unbewusst auch Beziehungen zwischen ihnen ab. Sicher kann das Hotel König Albert in Bad Elster in einigen Jahren auch zahlreiche Anekdoten erzählen 🙂
Foto: Hotel Sacher

Wiedersehen mit alten Freunden

Sie sind mir seit ewigen Zeiten vertraut: der glatzköpfige rundgesichtige Papa und sein immer etwas verstrubbelt wirkender Sohn. Wie oft habe ich als Kind über die witzigen Bildgeschichten gelacht, sie mit Buntstiften ausgemalt und „Vater und Sohn“ um ihre lustigen Abenteuer beneidet. Ebenso vertraut wie ihre Gesichter ist mir der Schriftzug „e.o. plauen“ unter den Zeichnungen. Doch es dauert einige Jahrzehnte, bis ich zum ersten Mal nach Plauen kam und es „klick“ machte, als ich in der vogtländischen Stadt auf eine Skulptur meiner beiden Helden aus Kindertagen stieß: Aufgeweckt wie in meiner Erinnerung zieht die kleine Figur den großen, gemütlich und behäbig wirkenden Schnurrbärtigen am Arm und weist auf ein Gebäude. Ich folgte diesem Fingerzeig des Sohns und schon stand ich in der Galerie e. o. plauen, die dem Zeichner Erich Ohser gewidmet ist.
Die Kunsthistorikerin Dr. Elke Schulze kümmert sich darin um den Nachlass des Künstlers und bereitet spannende Ausstellungen rund um sein Lebenswerk auf. Bei einem Rundgang durch die Galerie entdeckte ich dann das tragische Schicksal des Schöpfers der amüsanten Bildgeschichten. Erich Ohser, der als Illustrator, Gebrauchsgrafiker und Pressezeichner arbeitete, bekam von den Nationalsozialisten ein Arbeitsverbot, nachdem er bissige Karikaturen über Hitler und Goebbels veröffentlichte. Um den Auftrag für die „Vater und Sohn“-Geschichten annehmen zu können, legte er sich das Pseudonym „e. o. plauen“ zu. Welche wichtige Rolle dabei seinem Sohn Christian zukommt, darüber berichte ich ein anderes Mal.
Kennen Sie ebenfalls die Bildgeschichten und welche ist Ihr Favorit?

Was macht eigentlich eine F&B-Managerin?

Jede Branche hat ihre eigenen Fachbegriffe, die Außenstehenden wenig sagen. Bevor ich anfing, für das Hotel König Albert in Bad Elster zu arbeiten, wusste ich beispielsweise nicht, welche Aufgaben ein F&B-Manager hat. Im „HKA“ – so kürzen wir intern unseren Arbeitgeber ab – hat Nicole Schädlich diese Position inne. Wir nennen sie auch die „britische Vogtländerin“, da sie lange Zeit in London und Südengland lebte, um „auf unkomplizierte Art Englisch zu lernen“, wie sie mir erzählte. Das hat so gut funktioniert, dass sie sogar einen britischen Akzent hatte, als sie wieder im Vogtland war und für das Hotel König Albert als F&B-Managerin anfing. Mittlerweile hört man wieder, dass sie aus Oelsnitz stammt, das keine 20 Kilometer von Bad Elster entfernt liegt.
Aber nun zu ihren Aufgaben: F&B steht für Food & Beverage, also Speisen und Getränke, das heißt, Nicole ist für alles zuständig, das mit Essen und Trinken zu tun hat. Bereits Monate, bevor das Hotel König Albert eröffnete, suchte sie – zusammen mit Marc Cantauw, dem Hoteldirektor – das Equipment aus und bestellte all die kleinen und großen Dinge, die für einen rundum gelungenen Genuss nötig sind: von den Weingläsern über das Besteck bis zu den Kaffeemaschinen. „Es war so, als würde man ein neues Haus einrichten und nichts, aber auch gar nichts haben – da merkt man erst, was man tagtäglich alles braucht.“
Nicole Schädlich sorgt auch für die köstlichen Tropfen, die die Gläser der Gäste füllen und im Weinschrank lagern. Sie ist für den Nachschub an Säften und Kaffee ebenso verantwortlich wie für die Digestifs und Liköre, sie schult und beaufsichtigt das Servicepersonal des Restaurants und hilft oft mit, um die Gäste mit den köstlichen Gerichten aus der Küche zu verwöhnen.

Koch-Kunst mit Kartoffeln

Hätte man mich vor kurzem gefragt, was man alles aus Kartoffeln kochen kann, meine Liste wäre folgendermaßen ausgefallen: Salzkartoffeln, Ofenkartoffeln, Püree, Pommes Frites, Bratkartoffeln, Rösti, Suppe,… Kartoffelsalat natürlich, Kroketten,… aber das wäre es dann auch gewesen. Bis Josef mich eines Besseren belehrte. Der Küchenchef im Hotel König Albert in Bad Elster weiß sehr viel über die beliebten Knollen und zaubert daraus überraschend abwechslungsreiche Kreationen. „Kartoffeln sind ein wichtiges Grundnahrungsmittel, das man in unendlich vielen Variationen gesund und bekömmlich, aber vor allem auch schmackhaft zubereiten kann. Sie haben wenig Kalorien, halten lange satt und liefern dem Körper hochwertige Proteine, Mineralstoffe und Spurenelemente.“ Josef Kloiber stellt daraus beispielsweise Kartoffelnockerl mit Rohschinken und Pilzen oder mit mediterranem Gemüse gefüllte Kartoffeltascherl her.

Kartoffeltascherl gefüllt mit mediterranem Gemüse
Zutaten:
1 kg Kartoffeln
250 g Mehl
3 Eigelb
1 Ei zum Bestreichen
Salz, Pfeffer, Muskat

Für die Füllung:
1 EL Olivenöl
1 Zucchini, 1 Paprika, 1 kleine Aubergine, 1 Knoblauchzehe, 200 g Champignons
1 EL gehackte Kräuter (Petersilie, Basilikum, Rosmarin)
100 g getrocknete Tomaten
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Alle Zutaten für die Füllung feinwürfelig schneiden und in Olivenöl anbraten – das Gemüse soll noch etwas kernig sein. Kräuter dazugeben und mit Salz und Pfeffer würzen, abtropfen und auskühlen lassen.
Für den Teig die Kartoffel kochen, schälen und noch heiß durch die Kartoffelpresse drücken. Etwas abkühlen lassen, dann die restlichen Zutaten dazugeben und zu einem glatten Teig verarbeiten. Falls nötig, Mehlzugabe anpassen.
Den Teig ausrollen (ca. 5 mm) und rund ausstechen. In eine Hälfte die Füllung geben, Rand mit Ei bestreichen und die zweite Hälfte darüber klappen. Die Teigränder andrücken, in kochendes gesalzenes Wasser geben und leicht köcheln lassen, bis die Tascherl an die Oberfläche kommen. 2 bis 3 Minuten ziehen lassen, dann rausnehmen, abtropfen lassen – in Butter oder Öl anbraten und mit Kräuterdip servieren.

Baustellen-Blues…

Ehrlich gesagt, hatte ich mir alles ganz anders vorgestellt, als ich das erste Mal zum Vorstellungsgespräch nach Bad Elster kam. Es war wohl einer der heißesten Tage im Sommer 2015, als Deutschland wie unter einer Hitzeglocke schmorte. Das Thermometer zeigte über 30 Grad und im Regionalexpress funktionierte die Klimaanlage nicht, weil die Passagiere die kleinen Fensterchen öffneten, um den vermeintlich kühlen Fahrtwind einzulassen. Gut, dachte ich mir, in dem Büro, in dem das Meeting stattfindet, werden sicher angenehmere Temperaturen herrschen. Doch als Marc Cantauw, der Hoteldirektor, der mich zuvorkommend vom Bahnhof abgeholt hatte, sein Auto vor übereinander gestapelten Containern, die mit einem Holzgerüst verbunden waren, parkte, dämmerte mir, dass diese Vorstellung ein Irrglaube war.
Am Schild „Baustelle für Unbefugte verboten“ vorbei, über staubige Steine und Kies, eine Holztreppe hoch – schon waren wir im Refugium des Hoteldirektors. Im Container standen zwei Schreibtische, mehrere Regale mit Ordnern, Kartons mit Muster-Geschirr und eine Besprechungsecke. Und das Hotel-Team bestand – inklusive Marc Cantauw – aus drei Leuten. Mein Blick aus dem Containerfenster fiel auf graue Betonwände, auf denen Arbeiter mit orangefarbenen Helmen auf dem Kopf wie Ameisen wuselten. Wie in aller Welt sollte aus diesem Drunter und Drüber in wenigen Monaten ein Hotel entstehen? Ein Vier-Sterne-Superior-Haus, in dem die Gäste ein und aus gehen, sich entspannen und genießen?
Auch wenn meine Phantasie nicht ausreichte, mir das damals schon vorzustellen – Marc Cantauw und sein mittlerweile 50köpfiges Team haben es geschafft und das Hotel König Albert ist eines der besten Häuser im Vogtland und Sachsen, über das ich an dieser Stelle in der nächsten Zeit mehr berichten werde.