Schweben im Urmeer von Bad Elster

Als Kind haben mich die Bilder von Menschen, die regungslos im Toten Meer liegen und Zeitung lesen fasziniert. Einfach so, ohne Anstrengung auf dem Wasser zu schweben und sich nicht bewegen müssen – eine reizvolle Vorstellung für jemanden, der gerade das Schwimmen lernt 😉
Damals wusste noch niemand, dass dieses Vergnügen auch im Vogtland möglich ist! Erst 2009 entdeckte man im Elstertal durch Zufall einen Kilometer unter der Erde ein in sich geschlossenes Urmeer. Experten fanden heraus, dass es sich um einen Mix aus 1,5 Mio. Jahre altem und eiszeitlichem Wasser handelt, den die Wissenschaft in dieser Form noch nicht kannte. Diese Sole ist hochmineralisiert und hat einen Salzgehalt von 22 Prozent. Zum Vergleich: der Salzgehalt des Toten Meeres liegt durchschnittlich bei 28 Prozent, der des Mittelmeeres bei 3,8 Prozent. Bereits ab einem Salzgehalt von 15 Prozent schwebt man mühelos.
Gäste des Hotel König Albert können diese grandiose Erfahrung in der – direkt neben unserem Haus – gelegenen neuen Soletherme machen. Diese baute man, nachdem man den Sensationsfund gemacht und alles wissenschaftlich untersucht hatte. Und damit unsere Gäste bei jeder Witterung in Bikini und Badehose in die Wellness-Oase gelangen, haben wir unseren bequemen Bademantelgang! Also Zeitung schnappen und los geht’s 🙂
Foto: SSB Soletherme Bad Elster Salzsee, Fotograf: Beer

Theaterluft schnuppern

Das Knarzen der Sessel, das erwartungsvolle Murmeln des Publikums, die vereinzelten Töne aus dem Orchestergraben – die Stimmung in einem Theater kurz bevor sich der Vorhang hebt, ist immer ein bisschen aufregend und wunderschön. Jeder Konzert- oder Theaterbesucher braucht vermutlich nur kurz die Augen zu schließen und schon hat er diese typische Atmosphäre vor sich. Doch wer weiß, wie es ist, wenn man ein Theater nahezu für sich alleine hat? Wenn die Sitzflächen in allen Reihen noch hochgeklappt sind, kein verstohlenes Rascheln zu hören ist und das Bühnenbild noch auf die Schauspieler wartet? Auch das ist eine ganz besondere Situation, die man nur selten erlebt – es sei denn, man ist selber in einem Theater tätig – hinter den Kulissen oder als Künstler. In Bad Elster haben wir das König Albert Theater, ein wahres Schmuckstück, das vor mehr als 100 Jahren als letztes deutsches Hoftheater eröffnet wurde. Der Spielplan ist sehr umfangreich, fast jeden Abend findet hier eine Theateraufführung, ein Konzert, eine Oper oder eine Lesung statt. Doch wenn das Haus ohne Zuschauer ist, kann man eine Führung durch das historische Prunkstück machen, einen Blick hinter die Kulissen werfen und spannende Geschichten aus der Historie des Musentempels erfahren. Eine Gelegenheit, die sich Theater-Liebhaber nicht entgehen lassen sollten!

Welcher Frühstücks-Typ sind Sie?

Es gibt ja Leute, die können morgens nichts essen. Für andere ist dagegen die erste Mahlzeit des Tages zugleich die wichtigste. Manche frühstücken jeden Tag das gleiche, während andere die Abwechslung genießen. Ich habe festgestellt, dass es einen großen Unterschied macht, ob man zuhause frühstückt oder im Hotel. Dort ist die Auswahl einfach viel größer und man hat – ohne selbst einen Aufwand zu haben – die Möglichkeit, viele verschiedene Speisen auszuprobieren. Man greift einfach gerne zum Obstsalat, nimmt sich etwas vom Rührei, bestellt ein Omelette oder isst zum Abschluss ein süßes Teilchen, wenn man alles schön angerichtet präsentiert bekommt und nicht ewig selbst Obst schnippeln oder Eier in die Pfanne schlagen muss. Im Hotel König Albert gibt es eigene Frühstücks-Köche, die dafür sorgen, dass pünktlich um halb sieben der Kaffee und die frischen Brötchen duften und das Buffet dazu einlädt, sich genussvoll zu stärken. Dabei fällt mir ein älterer Herr auf Geschäftsreise ein, den ich einmal in einem Hotel beim Frühstück traf. Er erläuterte mir, dass er die Qualität eines Hotels daran messe, ob es beim Frühstücksbuffet Lachs gäbe oder nicht. Dabei mochte er selbst gar keinen Fisch! So hat wohl jeder seine eigenen Maßstäbe an das Frühstück in einem Hotel.

Fünf Gründe, warum wir unseren Job im Hotel König Albert lieben

Ich habe mal eine kleine Umfrage unter den Kollegen gestartet, warum sie so gerne im Hotel König Albert in Bad Elster arbeiten – hier sind die meist genannten Antworten:

1. Weil ein Hotel ein ganz besonderer Ort ist: In einem Hotel trifft man in kurzer Zeit, so viele Menschen aus allen Ecken der Welt, wie sonst vielleicht nur auf einem Flughafen. Doch während die Leute am Airport meist gestresst sind, ist man – auch als Geschäftsreisegast – in einem Hotel wesentlich entspannter und im Urlaubs-Modus. Gerade bei uns im Hotel König Albert haben wir die unterschiedlichsten Gäste: Musikgrößen aus aller Welt, die ihre Musikinstrumente im Musikwinkel abholen, bekannte Schauspieler und Kabarettisten, die in der Kultur- und Festspielstadt ihr Gastspiel geben, Leute, die sich eine schöne Zeit machen, ins Theater gehen, in der Soletherme schweben und im Albert Bad vom Alltag abtauchen…
2. Weil ein Hotel-Team einen ganz besonderen Zusammenhalt hat. Einer für alle und alle für einen – die drei Musketiere sind nichts gegen uns 🙂 Wir helfen und unterstützen uns gegenseitig. Allen voran unser Hoteldirektor Marc Cantauw: Er springt überall da ein, wo gerade jemand gebraucht wird, ist sich nicht zu schade, selbst den Boden zu wischen, die Terrasse eigenhändig zu bepflanzen oder an der Bar Cocktails zu mixen…
3. Weil es schön ist, dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen: Die Leute kommen von überall her, um einige Zeit in Bad Elster und dem schönen Vogtland zu verbringen – wir haben diese tolle Umgebung immer um uns! Und können in unserer Freizeit all das genießen, wofür unsere Gäste sich extra Urlaub nehmen!
4. Weil es kein Job wie jeder andere ist. Es macht einfach Spaß, dafür zu sorgen, dass sich unsere Gäste wohlfühlen und sie schöne Tage bei uns verbringen. Zudem ist kein Tag wie der andere – so unterschiedlich wie unsere Gäste sind, so flexibel sind wir. Das macht die Arbeit abwechslungsreich und hält jung und fit 🙂
5. Weil man morgens nicht vor dem Kleiderschrank steht und nicht weiß, was man anziehen soll. Im Ernst: Es ist total entspannend, Berufskleidung zu tragen. Statt sich ständig zu fragen „Was ziehe ich heute an?“, greift man einfach zu den Sachen, die für die jeweiligen Bereiche vorgesehen sind und ist immer passend und richtig angezogen! Manche unserer Kolleginnen haben auch festgestellt, dass sie deshalb viel Geld für Klamotten sparen – das sie dann umso besser für andere schöne Dinge ausgeben können 🙂

Bulle von Tölz in Bad Elster

Vor kurzem habe ich mir wieder eine Folge des „Bullen von Tölz“ angesehen – Ottfried Fischer ist in der Rolle des Benno Berghammer eine Klasse für sich. Wie er mit Witz und Humor, in aller Ruhe und mit bestem Appetit die Fälle im bayerischen Voralpenland löst – einfach genial. Manche Feinheiten entdeckt man auch erst, wenn man den Fall an sich schon gut kennt und stärker auf die Interaktion der Charaktere achtet. Wenn ich eine bestimmte Folge suche, aber ihren Titel nicht genau kenne, ist die Bullenpage eine wahre Fundgrube mit zahlreichen Infos. Man gibt nur ein Stichwort ein und schon hat man eine Liste der in Frage kommenden Episoden. Bei meiner letzten Suche stieß ich dabei auf eine tolle News für alle Bulle von Tölz-Fans: 2017 soll ein neuer Film mit dem beleibten Kommissar Benno Berghammer gedreht werden!
Und 2018 kommt Ottfried Fischer zu uns nach Bad Elster! Mit seiner Show „Wandogo-Filosofi“ gastiert er zusammen mit der Band „Die Heimatlosen“ am 26. Mai im König Albert Theater! Ein Top-Termin für alle Fans des Kabarettisten. Ob man den Otti Dance auch in Bad Elster sehen wird? Ich freue mich auf jeden Fall riesig darauf!

Putzen im Housekeeping-Modus

Aufräumen und putzen ist so eine Sache – nicht eine meiner Lieblingsbeschäftigungen, aber es muss halt sein. Doch ich habe gemerkt, dass es hilft, die Sache im Housekeeping-Modus anzugehen! Was ich damit meine? Nun, ich habe beispielsweise Jana, ein Zimmermädchen im Hotel König Albert, bei ihrer Arbeit beobachtet. Jana geht das Saubermachen eines Zimmers unglaublich systematisch an. Sie klopft an, geht rein, öffnet die Fenster, nimmt auf dem Weg zu ihrem Wagen im Flur den Papierkorb mit und widmet sich dann dem Bettenmachen. Während sich der Staub legt, putzt sie das Bad und am Ende wischt sie Staub, poliert die Möbel, saugt den Boden und wischt ihn feucht. Jeder ihrer Handgriffe ist geplant und effizient – nur so kann sie in ihrer Schicht die ihr zugeteilten Zimmer gründlich reinigen und für die Gäste vorbereiten. Wenn ich nun zuhause putze, versuche ich, eine gewisse Distanz zu den Dingen herzustellen – so wie sie eben auch jemand vom Housekeeping hat. Wenn man beispielsweise beim Staubwischen nicht bei jedem Teil kurz innehält und darüber nachsinnt, welche Erinnerungen und Geschichten daran hängen, sondern es hochhebt, darunter und dann den Gegenstand selbst putzt, geht das Ganze wesentlich zügiger vonstatten. Heute ist Freitag – mein Putztag – gehen wir’s an!

Im Bild seht Ihr übrigens Monique Hertel, die Hausdame und Chefin des Housekeeping-Teams im Hotel König Albert.

Dirigent im Küchentrakt

Gute Entscheidungen werden oft bei einem genussvollen Essen getroffen. Auch die Idee, in Bad Elster ein Hotel zu eröffnen, wurde in geselliger Runde bei köstlichen Speisen besiegelt. Und unser heutiger Küchenchef war der Auslöser dafür. Aber von Anfang an: Josef Kloiber stammt aus dem Burgenland, ist seit nahezu 40 Jahren Koch aus Leidenschaft und kann sich keine andere Beschäftigung vorstellen. Nach seiner Ausbildung in der österreichischen Heimat, war Josef in Restaurants und Hotels in verschiedenen touristischen Regionen des Landes tätig. Das Zillertal, der Mondsee, die österreichische Hauptstadt und Linz waren unter anderem seine Stationen, bevor er 2010 aus persönlichen Gründen ins Vogtland kam. Im Restaurant Convivo, das er zusammen mit seiner Lebensgefährtin Marion Stahl führte, fanden die ersten Treffen der österreichischen Investoren statt, die darüber diskutierten, ob sich Bad Elster als Standort des neuen Hotel König Albert eigne. Seine Kochkünste haben sicherlich dazu beigetragen, dass man sich in dem Ort sofort wohlfühlte und beschloss, das Vier-Sterne-Superior-Haus hier zu eröffnen… Und wie kommt Josef nun in unsere Küche? Nun, als die Betreiber des Hotel König Albert im Herbst 2016 von seinen Plänen hörten, das Restaurant Convivo zum Jahresende zu schließen, engagierten sie ihn als Küchenchef. So kommen nun glücklicherweise die Gäste des Hauses und die Geschäftsführer in den Genuss der Kochkünste des Österreichers.

TV-Lady begrüßt Gäste

Manche unserer Gäste schauen erstaunt, wenn sie bei ihr einchecken: Vielen Vogtländern ist das Gesicht unserer Kollegin an der Rezeption aus dem TV vertraut. Carolin Brüch arbeitete 17 Jahre lang beim Vogtland Regional Fernsehen als Moderatorin. Wie bitte kommt man vom Fernsehen ins Hotel? „Eine wesentliche Aufgabe beim TV von mir war es, Neues zu entdecken und der Neubau des Hotels König Albert in Bad Elster war ein wichtiges Ereignis“, erzählte mir Carolin kurz nachdem sie in unserem Team startete. „Ich lernte die Mannschaft kennen, als sie noch sehr klein war und nur aus drei Personen bestand. Von Anfang an hat es mich fasziniert, wie sie das Projekt des Hotelneubaus angegangen sind. Sie sind mit so viel Enthusiasmus und Herzlichkeit dabei, die sich auf das ganze Haus übertragen, und strahlen eine große Anziehungskraft aus.“
Ganz schnell stand für Carolin Brüch fest, dass ihre Zukunft im Hotel König Albert liegt. „Ich wollte noch einmal etwas Neues und ganz anderes machen als vorher. Dabei aber nicht hinter dem Schreibtisch versauern, sondern mit Menschen arbeiten. Ich brauche den Kontakt zu Leuten, will ihre Reaktion sofort sehen und ihre Emotionen spüren, die neue Aufgabe an der Rezeption ist wunderbar.“ Die Plauenerin zog für die Anstellung nach Bad Elster – eine Entscheidung, die ihr nicht schwerfiel, denn ihr Lebensgefährte stammt aus der Kultur- und Festspielstadt.
Für unsere ankommenden Gäste sind Carolin Brüch und ihre Kolleginnen die ersten Ansprechpartner im Hotel und in Bad Elster. Und die ehemalige Fernseh-Mitarbeiterin hat immer einige Tipps für jeden. „Ob Familien mit Kindern, junge Leute oder Rentnerpaare – in Bad Elster und im Vogtland gibt es so viel Schönes und Spannendes zu entdecken. Wir haben hier eine wunderbare Region, die Menschen sind herzlich und gastfreundlich, man hat Ruhe und dennoch viele verschiedene Freizeitmöglichkeiten.“

Spalken und Bambes – die Speisekarte verstehen

Sicher kennen Sie das: Im Ausland sitzt man oft etwas ratlos im Restaurant, der Magen meldet Appetit, doch was bitte ist mit all den Gerichten gemeint? Auch wenn man der Sprache des Urlaubslandes im Grunde mächtig ist, manche kulinarischen Ausdrücke erweisen sich als Stolpersteine. Das kann auch im eigenen Land passieren, beispielsweise, wenn die Reise in eine Region führt, die ihren eigenen Dialekt pflegt. Im Hotel König Albert in Bad Elster stehen auf der Speisekarte unter anderem Spalken und Bambes – vogtländische Spezialitäten, die köstlich schmecken, aber die einem zunächst erklärt werden müssen. Wer beim Servicepersonal Spalken bestellt, der kann sich auf einen Eintopf mit Kartoffeln, Gemüse der Saison und Rauchwurst freuen. Bambes haben weder etwas mit Bambie, noch mit Barbie zu tun, sondern sind Kartoffelpuffer, die der Koch mit Wildkräutersalat und Bärlauch-Schmand auf den Teller bringt. Beides ist hervorragend als Vorspeise oder Zwischengang geeignet.

Wort- und Dialekt-Künstler

„Versailles des Vogtlands“ nennt Rick Kavanian das König Albert Theater in Bad Elster. Der Comedian und Schauspieler trat Anfang Februar in der sächsischen Kultur- und Festspielstadt auf. Das heißt, beinahe hätte er seinen Auftritt „verschlafen“ wie er in einem Interview tags darauf berichtete. Das spricht wohl für die gemütlichen Betten des Hotel König Albert 🙂
Was ich an Rick Kavanian so grandios finde, ist, wie er mühelos verschiedene Dialekte spricht – so als wäre er in der jeweiligen Region geboren worden. Ob schwäbisch, sächsisch (Jens Maul!) oder norddeutsches Platt – der Künstler schaltet so schnell zwischen den einzelnen Mundarten hin und her als würden verschiedene Personen miteinander sprechen. Kein Wunder, dass er in „Bullyparade – Der Film“, der in diesem Jahr ins Kino kommen wird, neben Michael Herbig und Christian Tramitz ebenfalls in mehreren Rollen zu sehen sein wird. Ich freue mich schon darauf!