Stollen auf dem Prüfstand

Kennen Sie das auch? Sie riechen einen speziellen Duft und schon fällt Ihnen eine ganz besondere Situation ein? Das ging mir letztens wieder so, als ich einen frischen Stollen anschnitt… Das Aroma von Mandeln und Rum erinnerte mich an die außergewöhnliche Aktion, die wir im vergangenen Winter im Hotel König Albert hatten: Damals waren wir die Gastgeber der offiziellen Stollenprüfung und hatten den Stollen-TÜV im Haus.
21 Bäcker brachten ihre köstlichen Kreationen nach Bad Elster und richteten das für das Vogtland und Sachsen so typische Weihnachtsgebäck höchst appetitanregend in unserer Lobby an. Wer Hunger hatte, konnte einem leid tun, denn die hervorragenden Stücke waren erstmal nicht für uns zum Verzehr bestimmt… Stollenprüfer Michael Isensee vom Deutschen Brotinstitut waltete seines Amtes und verkostete jeden einzelnen der 36 angebotenen Stollen. Er bewertete Form und Aussehen, Oberflächen- und Krusteneigenschaften, Lockerung und Krumenbild, Struktur, Elastizität, Geruch und Aroma. Sein Testergebnis konnte sich sehen lassen: Mehr als 83 Prozent der Stollen erhielten die Note „sehr gut“ und damit die Höchstpunktzahl 100. „Ein Spitzenresultat“, freute sich der Stollenprüfer. „In Sachsen kann man schon immer gut Stollen backen, aber diese hohe Quote an Produkten mit voller Punktzahl wie sie im Vogtlandkreis erzielt wurde, ist selten.“
Selbstverständlich kommen unsere Gäste auch in diesem Jahr in den Genuss der köstlichen und prämierten Vogtlandstollen: Auf dem Frühstücksbuffet finden sie Weihnachtsstollen der Feinbäckerei Wunderlich aus Schreiersgrün und als Souvenir können sie sich den „Drachenstollen“ mit nach Hause nehmen. Was es damit auf sich hat, berichte ich beim nächsten Mal.

Das älteste Hotel der Welt

Seit wann gibt es eigentlich Hotels? – Diese Frage haben wir uns im Hotel König Albert letztens gestellt. Ich habe dann etwas recherchiert und bin auf eine faszinierende, aber auch traurige Geschichte gestoßen:

Das älteste Hotel der Welt gibt es seit 718! Das heißt, das Houshi Ryokan in Japan feiert im nächsten Jahr Jubiläum und besteht dann seit 1.300 Jahren! Ein buddhistischer Mönch baute über einer heißen Quelle einen Tempel und ein daran anschließendes Gästehaus. Er adoptierte einen Jungen, den er Zengoro nannte. Seit dieser Zeit, führen dessen Nachkommen das Houshi Ryokan – stets wird der erstgeborene Sohn der Inhaber – derzeit ist der 46. Zengoro Houshi an der Reihe. Der bereits ältere Herr baute seinen Sohn als Nachfolger auf, doch dieser starb unerwartet mit Mitte 40. Nun soll – nach dem Willen der Eltern – die Tochter heiraten, damit ihr Mann in die Houshi-Familie aufgenommen werden und das Hotel übernehmen kann. In einem Film, den der Visual Journalist Fritz Schumann vor drei Jahren drehte, kann man in die Welt der Houshis, die so ganz anders ist als unsere, eintauchen. Da sieht man die ankommenden Gäste, die als erstes in Hausschuhe schlüpfen… da erzählt der Vater davon, wie er im Hotel aufwuchs und in den Zimmern Verstecken spielte… da ist von arrangierten Ehen die Rede und die Tochter gesteht, dass sich ihre Vorstellungen nicht mit denen ihrer Eltern decken…

Gerollt statt gefaltet

Kofferpacken ist so eine Sache – man freut sich auf die Reise, doch zunächst müssen Kleidung, Schuhe, Kosmetikartikel und sämtliche Sachen, auf die man unterwegs nicht verzichten möchte, verpackt werden. Und das möglichst platzsparend, damit auch alles im Koffer verstaut werden kann und nicht noch weitere zusätzliche Gepäckstücke mitgeschleppt werden müssen. Ich löse dieses Dilemma meist damit, dass ich gleich einen größeren Trolley verwende… Beim Blick auf die kleinen kompakten Köfferchen, die andere Reisende locker und entspannt neben sich her rollen, frage ich mich dann jedes Mal, was ich falsch gemacht habe… Jetzt haben mir die Mädels vom Housekeeping einen guten Tipp gegeben: Kleidung nicht zusammengelegt, sondern gerollt in den Koffer packen – das hilft die Tasche optimal zu füllen! Ein weiterer toller Nebeneffekt: so entstehen auch keine unschönen Knitterfalten während des Transports.

Noch mehr Kaffee

Im Hotel König Albert arbeiten sehr viele gebürtige Sachsen. Einige von ihnen haben mich nach dem Beitrag Kaffee-Klatsch darauf hingewiesen, dass das Getränk eigentlich „Gaffee“ heißt. Man kann aber auch „Ä Schälchn Heeßn“ sagen. Das Heißgetränk hatte und hat in der Region eine große Bedeutung. „Nicht umsonst werden wir auch Kaffeesachsen genannt“, so eine Mitarbeiterin aus der Küche lachend. „In Leipzig gibt es mit dem Coffe Baum eines der ältesten Cafés, das seit fast drei Jahrhunderten betrieben wird.“ „Das feine Meißener Porzellan hat natürlich auch die Kaffee-Kultur beflügelt“, wusste Diana vom Service.
Die Dresdnerin Melitta Bentz erfand um 1900 den Kaffeefilter, in dem sie den Boden eines Topfes durchlöcherte und darauf ein Löschblatt aus dem Schulheft ihres Sohns legte. Eine Geschichte, die man auf der Website des nach ihr benannten Unternehmens nachlesen kann. Nach soviel Kaffee-Kunde habe ich jetzt Lust auf eine Tasse 🙂

Kaffee-Klatsch

Als wir letztens in unserer Mitarbeiter-Küche gemütlich zusammensaßen und die Pause genossen, kam das Gespräch auf Kaffee. Das köstliche dunkle Gebräu, das für viele zum Start in den Tag und zum Ankurbeln der Kräfte zwischendurch einfach dazugehört, hat eine lange Geschichte und fast jeder kennt dazu eine andere Legende. So soll es ein Papst gewesen sein, der dem schwarzen Getränk um 1600 den Weg ebnete. Während die Zeitgenossen den Kaffee noch mit großer Skepsis betrachteten und die Winzer ihn gar als Gift bezeichneten, kostete Clemens VIII. einen Schluck und war begeistert – der Siegeszug des Kaffees begann. Fans der klassischen Musik kennen die Kaffee-Kantate von Bach, in der Herr Schlendrian seiner Tochter das tägliche Kaffeetrinken verbieten will. Sie willigt ein, aber nur, wenn sie heiraten darf und ihr Zukünftiger das Kaffeetrinken erlaubt 😉
Ein Kollege aus Berlin erzählte uns, dass der Satz „Hier können Familien Kaffee kochen“ in seiner Heimatstadt noch heute im Sprachgebrauch ist. Früher bedeutete der Slogan, dass Ausflügler ihr Essen und Kaffeepulver zu bestimmten Gasthäusern mitbringen und das Heißgetränk dort selbst zubereiten konnten. Ähnlich wie in manchen bayerischen Biergärten, in denen man die Brotzeit von zuhause essen kann.
Welche Geschichten sich auch immer um den Kaffee ranken – was gibt es Schöneres, als eine Tasse davon in netter Runde zu genießen?

Herbstzeit ist Erntezeit

Wir haben lange auf sie gewartet und nun ist sie da. Etwas erdverkrustet, aber dennoch dunkelrot leuchtend, macht sie ihrem Namen alle Ehre: die König-Albert-Kartoffel. Die speziell für unser Hotel gezüchtete Sorte wurde im Frühjahr in die Erde gesetzt und hat sich dort bestens gemacht. Als Marc Cantauw und Josef Kloiber – unser Hoteldirektor und unser Küchenchef – vor kurzem dem Traktor mit dem Siebkettenroder hinterher stapften, hatten sie alle Hände voll zu tun, die hochgewirbelten Knollen in die Eimer zu geben. Die Ernte ist reichlich ausgefallen und nun liegt es am Chefkoch und seinem Team, daraus köstliche Gerichte zu zaubern. Um mir die Zeit bis dahin zu verkürzen, werde ich heute Abend mal Josefs Kürbis-Curry-Suppe ausprobieren 🙂
Foto: Brand-Aktuell

Promi-Faktor im Hotel König Albert

Wissen Sie, was Ulrich Tukur, Katharina Thalbach, Tim Wilde, Chris de Burgh und Gregor Gysi miteinander gemeinsam haben? Außer, dass sie bekannte Persönlichkeiten sind? Sie waren alle schon einmal im Hotel König Albert zu Gast! Schwungvolle Einträge im Gästebuch mit netten Zeilen zeugen davon. „Thank you, very comfortable“, lobte beispielsweise der Interpret von „Lady in Red“ seine Suite und der Darsteller des Tatort-Kommissars Felix Murot klebte eine witzige Karte, die ihn und seine „Rhythmus Boys“ zeigt, in das Buch und schrieb darunter „Mit herzlichem Dank für einen wundervollen Aufenthalt“. Beim Aus-Checken der Stars wird meistens noch ein Bild vor unserer „Noten“-Wand gemacht – zur Erinnerung. In den letzten Monaten posierten dort sehr viele Prominente: Jan Josef Liefers, Ute Lemper, Stefanie Hertel, Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, die norwegische Skispringer-Mannschaft, Ernie Watts, Heinz Rudolf Kunze, Rick Kavanian, Jasmin Tabatabai, Giora Feidman, Piet Klocke, Die Prinzen, TiM Wilhelm und die Münchner Freiheit, Tom Astor, der Voxxclub, Prashant Prabhakar, Klaus Doldinger, die Masha Bijlsma Band… um nur einige (in kunterbunter Reihenfolge) zu nennen. In der Regel wird unser Hoteldirektor Marc Cantauw mit dem berühmten Gast abgelichtet, aber hin und wieder darf auch eine der Kolleginnen von der Rezeption mit auf’s Bild – und freut sich dann ganz besonders 😉

Hotel-Emojis

Die meisten Leute, die ich kenne, verwenden sie in Chats – Emojis, die eine Nachricht, bunter und lebendiger werden lassen. Manchmal kürzen sie den Text ab. Statt zu tippen, wählt man nur das passende Emoji und der Empfänger übersetzt es sich dann wieder zurück. Ab und an rücken die kleinen Dinger eine Aussage auch in die richtige Richtung und zeigen beispielsweise, dass sie ironisch gemeint war. Sie wurden übrigens vom Japaner Shigetaka Kurita erfunden.
Heute habe ich gelesen, dass es nun auch Hotel-Emojis gibt! Das Karriere-Netzwerk Hospitality Leaders hat sie entworfen. Da gibt es beispielsweise den Pagen, der einen Cocktail serviert, einen Barmann, einen Koch und eine Housekeeping-Kraft. Eine nette Idee!

Lesestoff für unsere Gäste

Wir haben recherchiert, geschrieben, gestaltet und Korrektur gelesen – wieder und wieder – und dann endlich war es soweit: unser erstes Hotel-Magazin kam aus der Druckerei. Obwohl ich schon für einige Ausgaben von Zeitschriften verantwortlich war, ist das immer ein ganz besonderer Moment. Da halte ich erstmal den Atem an und blättere das Heft Seite für Seite durch… prüfe, ob alle Bilder so wirken, wie wir uns das vorgestellt haben, ob auch die letzten Änderungen umgesetzt wurden und kein großer Patzer passierte. Ausschnaufen! 🙂
Die erste Ausgabe unseres Hotel-Magazins kann sich schon sehen lassen. Es ist für unsere Gäste gedacht, denen wir das Hotel König Albert, Bad Elster und das Vogtland auf unterhaltsame Art vorstellen möchten. Da erzählt beispielsweise der Profi-Rennsportler André Wagenknecht, warum er im Training das E-Bike schätzt, und Yoga-Lehrerin Gaby Möser verrät, wie sie beim Yoga den Charakter eines Menschen erkennt. Barmann Lakmal steuert erfrischende Cocktail-Ideen bei und unser Küchenchef Josef erklärt die Zubereitung eines köstlichen Burger-Gerichts. Für alle, die keine Printausgabe (liegt im Hotel auf) haben, gibt es das Ganze auch als E-Paper: Hotel-Magazin. Ich hoffe, die Lektüre macht Ihnen ebenso viel Spaß wie uns die Produktion!

Tomaten-Tatsachen

Ich mag sie sehr gerne – als Suppe, Salat, Soße, nur nicht als Saft (auch nicht im Flieger) – die Tomate. So viele Arten wie es heutzutage von ihr gibt, war es mir neu, dass wir ihre Einführung in Europa Columbus zu verdanken haben. Mein Dank für diese und die folgenden Infos geht wieder an die Hotelküche 😉
In der österreichischen Heimat unseres Küchenchefs sagt man übrigens Paradeiser oder Paradiesapfel zu der Frucht, die eigentlich eine Beere ist. Viele Jahrhunderte bevor sie auf unserem Kontinent heimisch wurde, kultivierten die Azteken die Tomate. Sie ist sehr gesund, da sie viel Vitamin C und Folsäure sowie Lycopin, ein rotes Pigment mit antioxidativer Eigenschaft, enthält. Man sollte sie nicht im Kühlschrank aufbewahren, da sie sonst an Aroma einbüßt und am besten auch nicht neben anderen Früchten lagern.
Ein sehr einfaches, aber schmackhaftes Gericht, das ich mir sehr gerne mache, ist eine Tomaten-Tarte. Dazu rolle ich Blätterteig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech aus, steche mit der Gabel einige Male in den Teig und verteile in Scheiben geschnittenen Mozzarella auf ihm. Das Ganze wird mit Tomatenscheiben bedeckt, mit Salz und Pfeffer gewürzt und mit etwas Olivenöl beträufelt und kommt dann für 25 Minuten in den vorgeheizten Ofen (Umluft 180 °C). Guten Appetit!