Intelligente Glaswand für Ideen unter der Dusche

Fallen Ihnen die besten Ideen auch immer dann ein, wenn Sie gerade unter der Dusche stehen? Ich weiß nicht, warum das so ist. Ob das auf die Haut perlende Wasser die Gedanken anregt? Oder die wiederkehrenden Handgriffe den Kopf frei werden lassen? Damit diese Einfälle nun gleich bewahrt und nicht durch weiteres Abschweifen wieder hinweggespült werden, hat ein Hotel in Kalifornien eine Lösung gefunden. Das Marriott Hotel in Irvine hat in seinen Duschen eine innovative Technik eingebaut. Sobald die Türe der Dusche vom Dampf beschlagen ist, kann man seine Ideen mit dem Finger aufmalen. Bevor alles trocknet und entschwindet, wird das Ganze an die Mailadresse des Gastes geschickt (Film). Eine interessante Idee wie ich finde und vermutlich unter der Dusche entstanden 🙂

Roboter können auch kochen

Haben Sie das Roboter-Skirennen bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang gesehen? Acht Teams von Universitäten und Technikunternehmen waren am Start und ließen ihre Maschinen auf Skiern einen Slalom absolvieren. Auch wenn die Roboter nicht so elegant und schnell den Hang hinunter sausten wie Marcel Hirscher oder Henrik Kristofferson – die Aufmerksamkeit der Medien war ihnen sicher. Dazu passt eine weitere Meldung, die ich gelesen habe: Es gibt einen Küchen-Roboter, der selbstständig kochen kann – und zwar mehr als 2.000 verschiedene Gerichte! Entwickelt wurde er von dem britischen Unternehmen Moley Robotics und soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Das besonders Spannende dabei: der Roboter ahmt detailliert die Bewegungen eines Meisterkochs nach und räumt nach dem Kochen sogar auf! Der Werbespot wirkt zunächst unglaublich, doch wenn man sich ansieht, wie der menschliche Küchenchef der Maschine die Handgriffe „lernt“, kann man den Entwicklungsprozess nachvollziehen.

Kleine Eis-Kunde

Nicht nur in der Küche lerne ich ständig Neues hinzu, sondern auch an unserer Bar 😉 Beispielsweise, dass Eis nicht gleich Eis ist. Für einen guten Drink ist das Eis, mit dem er serviert wird, enorm wichtig. Bei der frostigen Zutat kommt es vor allem darauf an, wie schnell bzw. wie langsam sie zu Eis wurde. Eis ist umso besser, je langsamer es gefroren wurde, denn in der Geschwindigkeit, in der sich das Wasser zu Eis verwandelt hat, taut es auch wieder auf. Das heißt, das Getränk wird schön gekühlt, aber nicht verwässert. In Japan, so erzählte mir unser Barkeeper gestern, schnitzen seine Kollegen aus Blockeis, das wie in der Natur gefroren wurde, Kugeln, die dann im Glas eine halbe Stunde oder länger in ihrer Form bleiben und für mehrere Drinks genutzt werden können. Na, dann: Kanpai!

Foto: Jan Hesse

Die teuersten Lebensmittel der Welt

Gestern habe ich die aktuelle Ausgabe des Falstaff-Magazins im Büro unseres Hoteldirektors gesehen und stutzte beim Titelbild: Fünf goldene Löffel mit kleinen Portionen verschiedener Lebensmittel und Preisschildern, die einem die Knie weichen werden lassen – 6.756,- Euro für den Blauflossen-Thunfisch, 25.000,- Euro für Safran… Herr Cantauw war so nett und hat mir das bekannte Gourmet-Magazin geliehen. So konnte ich die spannende Titelstory über die teuersten Delikatessen der Welt lesen. Und ich muss sagen: unglaublich! Die Tasse Tee, die 1.000,- Euro kostet, weil die Pflanze mit Panda-Mist gedüngt wurde, ist fast schon ein Schnäppchen 🙂
Eines der seltensten und auch teuersten Lebensmittel ist Kaviar vom Albino-Stör. Eine handelsübliche Dose von 100 Gramm kostet stolze 3.300,- Euro. Obst kann ebenfalls ins Geld gehen: In Japan beispielsweise wachsen Honigmelonen, für die auf Auktionen schon mal 12.000,- Euro pro handballgroßes Exemplar geboten werden! Wer sich da zum Trost etwas Schokolade gönnen möchte und zur To’ak-Schoki aus Ecuador greift, legt für die 50-Gramm-Tafel 365,- Euro hin…

Mit Kartoffel-Chips in Berlin

Anfang dieser Woche war mein Kollege Micha in Berlin auf der Grünen Woche – mit einem Auto vollgepackt mit Kartoffel-Chips. Natürlich nicht mit irgendwelchen Chips, sondern mit Chips aus der König-Albert-Kartoffel. Diese werden in unserer Hotelküche zubereitet und schmecken knusprig-gut 🙂 Micha verteilte die Tüten mit dem reschen Inhalt am Ländertag Sachsen, an dem vor allem das Vogtland im Mittelpunkt stand. Passend zu den Chips wurde auf der Messe auch ein Film rund um die König-Albert-Kartoffel gezeigt – Kino-Feeling pur in Berlin also 🙂

Der Roboter-Koffer kommt!

Eine Kollegin von mir hat im Radio eine Nachricht gehört, die ich sehr interessant finde: einige Firmen entwickeln derzeit Roboter-Koffer, um die man sich während der Reise nicht mehr zu kümmern braucht. Sie begleiten – brav wie ein gut erzogener Hund – ihren Besitzer und fahren einfach neben ihm her. Kommt jemand entgegen oder steht etwas im Weg, kurvt der Koffer daran vorbei. Die ersten dieser selbstfahrenden Gepäckstücke sollen bereits in diesem Jahr auf den Markt kommen. Allerdings werden sie vermutlich noch sehr teuer sein. Ich hoffe darauf, dass in Zukunft die Roboter-Koffer auch selber ein- und auspacken können 😉

Foto: Jan Hesse

Bad Elster im TV

Diese Woche gab es im Fernsehen einen Doku-Film über Bad Elster, der in der ARD Mediathek abrufbar ist. Der MDR geht in dem vierminütigen Beitrag der Frage nach, wie sich diese doch recht kleine Stadt (ca. 3.500 Einwohner) ein eigenes Orchester leisten kann. Meist nimmt man als Bewohner eines Ortes dessen Besonderheiten ja gar nicht so richtig wahr. Für mich und viele meiner Kollegen im Hotel König Albert ist es fast eine Selbstverständlichkeit, dass in Bad Elster kulturell ständig etwas los ist. Dass hier Musiker aller Genres Konzerte geben, dass man hier Violin-Virtuosen ebenso hören kann wie Jazz-Künstler oder Rockbands. In der TV-Sendung wird deutlich, dass dahinter viel Arbeit und Engagement sowie ein kluger Schachzug stecken.

Foto: CVG

Faszination Skispringen

Verfolgen Sie auch gerade die Vierschanzentournee? Das Skispringen gehört für mich zu den Weihnachtsferien wie Kekse und Käsefondue. Ich finde es unglaublich faszinierend, wie sich die Sportler waghalsig in die Tiefe stürzen. Allein oben auf dem Schanzenturm zu stehen, von dem aus die Zuschauer unten wie kleine Punkte wirken, würde meine Knie schlottern lassen. Die beiden eisigen Spuren hinabzusausen, um auf mehr als 90 km/h zu beschleunigen, vor dem Nichts abzuspringen und 100 Meter und weiter durch die Luft zu fliegen – dazu braucht man eine große Portion Mut und Können. Seit das norwegische Team zum jährlichen FIS Sommer Grand Prix im vogtländischen Klingenthal im Hotel König Albert übernachtet, schaue ich mir die Skispringen mit noch größerem Interesse an und fiebere besonders mit, wenn Johann Andre Forfang, Andreas Stjernen, Daniel Andre Tande, Anders Fannemel und Co. am Start stehen 🙂

Foto: Richard Freitag, einer der Favoriten der diesjährigen Vierschanzentournee, Copyright: Brand-Aktuell

Was Drache und Stollen miteinander zu tun haben

In der Winterzeit kann man im Hotel König Albert den „Drachenstollen“ der Feinbäckerei Wunderlich als Mitbringsel erwerben. Nun sind Drachen – diese feuerspeienden Sagenwesen – von dem Weihnachtsgebäck auf den ersten und auch auf den zweiten Blick so weit entfernt wie Palmen von Schnee oder wie Kokosnüsse von Tannenbäumen. Ich habe deshalb den Bäckereibesitzer Erik Wunderlich gefragt, was es mit dem Drachenstollen auf sich hat: Dieser Stollen wird nach dem Backen zwei Wochen lang in der Drachenhöhle Syrau gelagert. Diese Tropfsteinhöhle liegt knapp 40 Kilometer nördlich von Bad Elster und wurde vor 90 Jahren durch Zufall entdeckt. „Durch die konstant hohe Luftfeuchtigkeit von über 90 Prozent in der Höhle bei ca. zehn Grad ‚reift’ der Stollen bei optimalen Bedingungen“, so die Antwort von Erik Wunderlich. „Das heißt, er erhält eine sehr weiche Kruste, die ihn von den anderen Stollen unterscheidet.“ Bleibt nur noch zu ergänzen, dass man der Höhle ihren Namen aufgrund einer alten Sage gab, nach der einst ein Ungeheuer in Syrau gehaust haben soll. Heute ist die Drachenhöhle eine Touristen-Attraktion (Film Drachenhöhle) und der in ihr gereifte Stollen eine vogtländische Spezialität, die es mit Rosinen oder Cranberry gibt.

Stollen auf dem Prüfstand

Kennen Sie das auch? Sie riechen einen speziellen Duft und schon fällt Ihnen eine ganz besondere Situation ein? Das ging mir letztens wieder so, als ich einen frischen Stollen anschnitt… Das Aroma von Mandeln und Rum erinnerte mich an die außergewöhnliche Aktion, die wir im vergangenen Winter im Hotel König Albert hatten: Damals waren wir die Gastgeber der offiziellen Stollenprüfung und hatten den Stollen-TÜV im Haus.
21 Bäcker brachten ihre köstlichen Kreationen nach Bad Elster und richteten das für das Vogtland und Sachsen so typische Weihnachtsgebäck höchst appetitanregend in unserer Lobby an. Wer Hunger hatte, konnte einem leid tun, denn die hervorragenden Stücke waren erstmal nicht für uns zum Verzehr bestimmt… Stollenprüfer Michael Isensee vom Deutschen Brotinstitut waltete seines Amtes und verkostete jeden einzelnen der 36 angebotenen Stollen. Er bewertete Form und Aussehen, Oberflächen- und Krusteneigenschaften, Lockerung und Krumenbild, Struktur, Elastizität, Geruch und Aroma. Sein Testergebnis konnte sich sehen lassen: Mehr als 83 Prozent der Stollen erhielten die Note „sehr gut“ und damit die Höchstpunktzahl 100. „Ein Spitzenresultat“, freute sich der Stollenprüfer. „In Sachsen kann man schon immer gut Stollen backen, aber diese hohe Quote an Produkten mit voller Punktzahl wie sie im Vogtlandkreis erzielt wurde, ist selten.“
Selbstverständlich kommen unsere Gäste auch in diesem Jahr in den Genuss der köstlichen und prämierten Vogtlandstollen: Auf dem Frühstücksbuffet finden sie Weihnachtsstollen der Feinbäckerei Wunderlich aus Schreiersgrün und als Souvenir können sie sich den „Drachenstollen“ mit nach Hause nehmen. Was es damit auf sich hat, berichte ich beim nächsten Mal.